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HS
Förderinstanzen und Widmungspraxis um 1200 und um 1800

Prof. Dr. Jochen Strobel und Prof. Dr. Jürgen Wolf
Di.:      16-18 Uhr
Raum: 
Beginn: 
Credits: 6-8
Vorlesungsverzeichnis

BITTE ILIAS-Seite beachten - dort werden alle Texte für die Sitzungen hochgeladen!
Wichtiger Hinweis:
Ergänzend zum Hauptseminar findet im Bereich der Älteren deutschen Literatur (ÄdL) eine Vorlesung zu Die mhd. Literatur und ihr Sitz im Leben (Von Auftraggebern, Mäzenen und Autoren) statt!

Ziel und Inhalt

Die Dedikation eines literarischen Werkes ist im Mittelalter ein wiederkehrendes Phänomen und den Mediävisten aller Fachrichtungen bekannt. Sie liefert oftmals wichtige Informationen, welche dazu beitragen können, die inneren wie äußeren Bedingungen künstlerischer Produktion zu rekonstruieren. So entsteht die volkssprachig-deutsche Literatur des Mittelalters nach einhelliger Forschungsmeinung ausnahmslos interessengebunden. In der Regel sind es die im Literaturdiskurs der Zeit (um 1200) berühmten und sich meist selbstbewusst als Autorindividuen stilisierenden Dichter wie Heinrich von Veldeke, Hartmann von Aue, Wolfram von Eschenbach oder Walther von der Vogelweide selbst, die in ihren Werken entsprechende Förderkonstellationen bisweilen in epischer Breite ausmalen. Konträr zu dieser maximalen Literaturpräsenz bleiben die Widmungspraktiken wie die hie und da Beteiligten jedoch kaum greifbar. Die Autoren sind realhistorisch ebenso unsichtbar wie die mit einer Widmung einhergehenden performativen Akte. Da wir weder auf der Produktionsseite erhaltene ‚direkte‘ Widmungsexemplare haben, noch Belege auf der Rezeptionsseite für Empfangenes, bleibt für uns allein der Blick in die Werke der Dichter und Sänger. Unzählige Förderhinweise, Gönnerbezüge, ja sogar unmittelbare Widmungsadressen lassen scheinbar keinen Zweifel: Die Praxis scheint etabliert, sogar allgegenwärtig, ist aber letztlich doch fast nie verifizierbar. Ist vielleicht alles doch nur ein ‚Fake‘ der Dichter, etwa um mögliche Förderer auf sich aufmerksam zu machen? Dieses Rätsel der mittelalterlichen Literaturproduktion gilt es insbesondere mit Blick auf Fragen der Autorindividualität und Autorautonomie sowie einem hoch entwickelten literarischen Produktions- und Rezeptionssystem zu analysieren und auszuwerten, und zwar mit einem doppelten Ansatz: Einerseits die mittelalterliche Situation (um 1200) verstehen und sie andererseits als mögliches Fundament einer modernen Förder- und Widmungspraxis (um 1800) diskutieren.

Die bis heute bekannten Autoren der Klassik und Romantik sind nicht oder nur zeitweilig ‚freie Schriftsteller‘, sondern schreiben in ihren Nebenstunden oder erhalten, ähnlich wie die bildenden Künstler der Zeit, besondere Förderung. Dies schlägt sich in der Reflexion auf die Freiheit des Künstlers im literarischen Text nieder und nach wie vor in Widmungen. Es gilt auch für die Zeit um 1800 den Literaturbetrieb, mit Bourdieu: das entstehende ‚literarische Feld‘, zu untersuchen und an den Beispielen Goethe, Schiller, Kleist, Tieck die Verflechtung von Förderszenarien und Textproduktion (einschließlich der Produktion von Widmungsgedichten u.a.) in den Blick zu nehmen. Wir lesen Goethes „Torquato Tasso“, Kleists „Prinz Friedrich von Homburg“ sowie kürzere Texte von den und über die genannten Autoren. Auf diese Weise kann das Seminar auch zu einer Einführung in Literatur und Literaturbetrieb von Klassik und Romantik werden.

Exkursion
Eine gemeinsame Exkursion (voraussichtlich in der Reading Week vom 21. bis 23. November) führt uns nach Weimar, wo wir nicht nur die Schaffensbedingungen Goethes und Schillers in unmittelbarer Nähe des Stadtschlosses und im Umkreis anderer Weimarer Künstler, Gelehrter und Hofbediensteter erkunden werden, sondern auch mittelalterliche wie neuzeitliche Originalhandschriften kennenlernen und in den Räumen des Goethe-und-Schiller-Archivs arbeiten können. Das Seminar endet nach dieser intensiven Arbeitsphase bereits vor Weihnachten.
Bibliografie Zur Einführung:
Jochen Strobel/Jürgen Wolf (Hg.): Maecenas und seine Erben. Kunstförderung und künstlerische Freiheit – von der Antike bis zur Gegenwart. Stuttgart 2016.

Sowie ergänzend (für das Mittelalter):
  • Mäzenaten im Mittelalter aus europäischer Perspektive. Von historischen Akteuren zu literarischen Textkonzepten. Hg. von Bernd Bastert, Andreas Bihrer, Timo Reuvekamp-Felber, Göttingen 2017 (Encomia Deutsch 4).
  • Joachim Bumke: Mäzene im Mittelalter. Die Gönner und Auftraggeber der höfischen Literatur in Deutschland 1150-1300, München 1979.
  • Walter Haug: Literaturtheorie im deutschen Mittelalter von den Anfängen bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. Eine Einführung, 2., überarbeitete u. erweiterte Aufl., Darmstadt 21992 (Germanistische Einführungen).
  • Nikolaus Henkel: Wann werden die Klassiker klassisch? In: Tradition, Innovation, Invention. Fortschrittsverweigerung und Fortschrittsbewußtsein im Mittelalter. Hg. v. Hans-Joachim Schmidt. Berlin/New York 2005, S. 441-467.

Teilnahmevoraussetzung Nutzung der Online-Lernplattform ILIAS.

1. Je nach Studiengang/Modul gemäß geltender Studien- und Prüfungsordnung.
2. Für alle Studiengänge: Verbindliche Anmeldung per Mail an Jochen Strobel: s.u. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen an der begleitenden Exkursion teilnehmen. Näheres dazu in der 1. Sitzung.

Prüfungsform und -methode/n

Module: MA DL A1 und F2 und C1 und B1 + StEx DL10 und L9 und L13


Aktive und regelmäßige Teilnahme, insbesondere Bereitschaft zur kontinuierlichen Lektüre während des Semesters; Plenumsdiskussion; Sitzungsmoderation oder Kurzreferat; verbindliche Exkursion (nach Augsburg und Marbach), Mitwirkung in einem Expertenteam für die Exkursion; Hausarbeit. Für MA-Studierende zusätzliche tutorierende Aufgaben.
Studienleistung: Impulsreferat; regelmäßige Anfertigung von Exposés zur Sitzungsvorbereitung.
Die Modulprüfung besteht für Studierende des Lehramts Deutsch in einem Referat mit schriftlicher Hausarbeit von ca. 12 S. bzw. ca. 20 S. Umfang, bei Studienbeginn ab WS 13/14 in einer schriftlichen Ausarbeitung bzw. Hausarbeit von 12-15 bzw. 20-25 Seiten , für Studierende des M.A. Deutsche Literatur in einer schriftlichen Hausarbeit von ca. 20 S.

Leitfaden zur Erstellung von Seminar- und Abschlussarbeiten
Mittelalter = Kurzer Leitfaden zur Erstellung von Seminar-, Staatsexamens - und Magisterarbeiten (Wolf et al.) --> Online: Hinweise zur Anfertigung von Hausarbeiten + Hinweise zur Einrichtung von Hausarbeiten
Neugermanistik = Hinweise zur Erstellung von Hausarbeiten (Strobel) --> Online
Besondere Hinweise : Anmeldung per E-Mail an jochen.strobel@uni-marburg.de (mit Angabe von Studiengang, Fachsemesterzahl, Modul, ggf. Fächerkombination und ggf. konkreten thematischen Interessen).

WICHTIGER HINWEIS
Ab dem SS 2015 müssen sich alle Studenten selbstständig und verbindlich für jede Prüfungsleistung mit TAN-Nummer online anmelden. Ein Einhalten der Anmeldefrist ist seitens der Studenten äußerst wichtig, da bei Versäumen aus rechtlicher Sicht kein Anspruch auf Prüfung besteht und die Leistung auch nicht im System verbucht werden kann.  




Vorläufiger Themen- und Terminplan


Termine














































Basis-Literatur

  •     Jochen Strobel/Jürgen Wolf (Hg.): Maecenas und seine Erben. Kunstförderung und künstlerische Freiheit – von der Antike bis zur Gegenwart. Stuttgart 2016.
  •     Mäzenaten im Mittelalter aus europäischer Perspektive. Von historischen Akteuren zu literarischen Textkonzepten. Hg. von Bernd Bastert, Andreas Bihrer, Timo Reuvekamp-Felber, Göttingen 2017 (Encomia Deutsch 4).
  •     Joachim Bumke: Mäzene im Mittelalter. Die Gönner und Auftraggeber der höfischen Literatur in Deutschland 1150-1300, München 1979.
  •     Walter Haug: Literaturtheorie im deutschen Mittelalter von den Anfängen bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. Eine Einführung, 2., überarbeitete u. erweiterte Aufl., Darmstadt 21992 (Germanistische Einführungen).
  •     Nikolaus Henkel: Wann werden die Klassiker klassisch? In: Tradition, Innovation, Invention. Fortschrittsverweigerung und Fortschrittsbewußtsein im Mittelalter. Hg. v. Hans-Joachim Schmidt. Berlin/New York 2005, S. 441-467.
  •     Tönnes Kleberg: Buchhandel und Verlagswesen in der Antike. Darmstadt 1967; Horst Blanck: Das Buch in der Antike. München 1992; Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike. Stuttgart u. Weimar 1996.

Ergänzende Literatur

  •     ALEXANDER, J.J.G.: „Painting and Manuscript Illumination for Royal Patrons in the Later Middle Ages“. In: Scattergood, Vincent J.; Sherborne, J. W. (Hgg.): English court culture in the later Middle Ages. London: Duckworth, 1983.
  •     ALFONSO, Esperanza; DECTER, Jonathan P. (Hgg.): Patronage, production, and transmission of texts in Medieval and Early Modern Jewish cultures (Medieval church studies 34). Turnhout: Brepols, 2014.
  •     ALTHOFF, Gerd (Hg.): Formen und Funktionen öffentlicher Kommunikation im Mittelalter (Vorträge und Forschungen / Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte 51). Stuttgart: Thorbecke, 2001.
  •     ALTROCK, Stephanie; ZIEGELER, Hans-Joachim: „Die Geburt des Autors im späten Mittelalter. Vom ,diener der ewigen wisheit‘ zum Autor Heinrich Seuse“. In: Wiesinger, Peter (Hg.): Akten des X. Internationalen Germanistenkongresses 5. Bern (u.a.): Lang, 2002. 323-332.
  •     BACKES, Martina: Das literarische Leben am kurpfälzischen Hof zu Heidelberg im 15. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Gönnerforschung des Spätmittelalters (Hermaea N.F., 68). Tübingen: Niemeyer, 1992.
  •     BEYER, Hartmut: „Nesciunt muta esse munera sapientes. Geschenkexegese und Geschenktheorie in der lateinischen Epistolographie des Mittelalters“. In: Grünbart, Michael (Hg.): Geschenke erhalten die Freundschaft. Gabentausch und Netzwerkpflege im europäischen Mittelalter. Akten des Internationalen Kolloquiums Münster, 19. -20. November 2009 (Byzantinistische Studien und Texte 1). Berlin [u.a.]: Lit, 2011. 13-54.
  •     BINSKI, Paul: Patrons and professionals in the Middle Ages. Proceedings of the 2010 Harlaxton Symposium (Harlaxton medieval studies 22). Donington: Tyas, 2012.
  •     BOSHOF, Egon; KNAPP, Fritz Peter (Hgg.): Wolfger von Erla. Bischof von Passau (1191 ­1204) und Patriarch von Aquileja (1204 -1218) als Kirchenfürst und Literaturmäzen.(Germanische Bibliothek N.F., 20). Heidelberg: Winter, 1994.
  •     BOURDUA, Louise: The Franciscans and art patronage in late medieval Italy. New York [u.a.]: Cambridge Univ. Press, 2004.
  •     BRINKMANN, Hennig: „Der Prolog im Mittelalter als literarische Erscheinung“. In: Ders.: Studien zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 2. Düsseldorf 1966. 79-105.
  •     BROWN, Cynthia J.: Poets, patrons, and printers. Crisis of authority in late medieval France. Ithaca [u.a.]: Cornell Univ. Press, 1995.
  •     BROWN, Mary Elizabeth (Hg.): Dedications. An anthology of the forms used from the earliest days of book-making to the present time (Burt Franklin Bibliography and reference series ; 55). New York 1965. (Reprint der Ausgabe von 1913)
  •     BRUGNOLO, Furio; BENEDETTI, Roberto: „La dedica tra Medioevo e primo Rinascimento. Testo e immagine“. In: Terzoli, M. A.: I margini del libro. Indagine teorica e storica sui testi di dedica. Rom / Padua: Antenore, 2004. 13-54.
  •     BUMKE, Joachim (Hg.): Literarisches Mäzenatentum. Ausgewählte Forschungen zur Rolle des Gönners und Auftraggebers in der mittelalterlichen Literatur (Wege der Forschung 598). Darmstadt: Wiss. Buchges., 1982.
  •     BUMKE, Joachim: Mäzene im Mittelalter. Die Gönner und Auftraggeber der höfischen Literatur in Deutschland 1150 – 1300. München: Beck, 1979.
  •     CASKEY, Jill: Art and patronage in the medieval Mediterranean : merchant culture in the region of Amalfi. Cambridge [u.a.]: Cambridge Univ.Press, 2004.
  •     CASTALDI, Lucia: „Le dediche di Giovanni Immonide“. In: Filologia Mediolatina 17 (2010). 39-68.
  •     CASTELNUOVO, Enrico; BACCI, Michele (Hgg.): Artifex bonus. Il mondo dell‘ artista medievale. Roma [u.a.]: GLF Editori Laterza, 2004.
  •     CHARTIER, Roger: „Patronage et dédicace“. In: Ders. (Hg.): Culture écrite et société. L'ordre des livres (XIVe -XVIIIe siècle). Paris: Albin Michel, 1996.
  •     CREVATIN, Giuliana: „Le dediche di Nicola Trevet. Il postro della storia“. In: Julhe, Jean-Claude (Hg.). Pratiques latines de la dédicace. permanence et mutations, de l'Antiquité à la Renaissance (Colloques, congrès et conférences sur la Renaissance européenne 83). Paris: Classiques Garnier, 2014, 399-414.
  •     D’ANGELO, Edoardo: „Philologia ancilla historiae. I prologhi storiografici normanno-svevi e il contributo dell‘ ecdotica e della filologia“. In: Filologia Mediolatina 17 (2010). 105-136.
  •     DÄNTL, Alois: „Walahfrid Strabos Widmungsgedicht an die Kaiserin Judith und die Theoderichstatue vor der Kaiserpfalz zu Aachen“. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins 52 (1930). 1-38.
  •     DELLE DONNE, Fulvio: „La dedicha del cosidetto opus metricum di Iacobo Stefaneschi“. In: Filologia Mediolatina 17 (2010). 85-104.
  •     DENELER, I.: „Widmungsgedicht“ in: Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte 4 (1984). 871-885.
  •     DOCKRAY-MILLER, Mary: The books and the life of Judith of Flanders. Farnham [u.a] : Ashgate, 2015.
  •     DRONKE, Peter: The medieval poet and his world (Storia e letteratura 164). Roma : Ed. di Storia e Letteratura, 1984.
  •     DROSTEL, Janina: Des gerte diu edele herzoginne. Möglichkeiten und Voraussetzungen weiblicher Teilhabe am mittelalterlichen Literaturbetrieb unter besonderer Berücksichtigung von Mäzenatentum (Kultur, Wissenschaft, Literatur 13). Frankfurt am Main [u.a.]: Lang, 2006.
  •     ENENKEL, Karl A. E.: Die Stiftung von Autorschaft in der neulateinischen Literatur (ca. 1350 -ca. 1650). Zur autorisierenden und wissensvermittelnden Funktion von Widmungen, Vorworttexten, Autorporträts und Dedikationsbildern (Mittellateinische Studien und Texte 48). Leiden [u.a.] : Brill, 2015.
  •     FARBAKY, Péter: „,Dominus det nobis et regno pacem.‘ Ein Mäzen unter den Jagiellonen. György Szatmári (1457-1524)“. In: Popp, Dietmar (Hg.): Die Jagiellonen. Kunst und Kultur einer europäischen Dynastie an der Wende zur Neuzeit (Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 21). Nürnberg: Verl. des Germanischen Nationalmuseums, 2002. 317-326.
  •     FENLON, Iain (Hg.): Music in medieval and early modern Europe. Patronage, sources and texts. Cambridge [u.a.] : Cambridge Univ. Press, 1981.
  •     FERNANDEZ FERNANDEZ, Laura: Arte y ciencia en el scriptorium de Alfonso X el Sabio. El Puerto de Santa María, Cadiz: Cátedra Alfonso X El Sabio [u.a.], 2013.
  •     FLOECK, Wilfried; STELAND, Dieter; TURK, Horst (Hgg.): Formen innerliterarischer Rezeption (Wolfenbütteler Forschungen 34). Wiesbaden: Harrassowitz, 1987.
  •     FOERSTER, Hans: „Die Widmung der Bibel des Heinrich de Bona Spe“. In: Schweizer Beiträge zur allgemeinen Geschichte 8 (1950), 209-214.
  •     FRIED, Johannes: „Mäzenatentum und Kultur im Mittelalter“. In: Oevermann, Ulrich; Süßmann, Johannes; Tauber, Christine (Hgg.): Die Kunst der Mächtigen und die Macht der Kunst: Untersuchungen zu Mäzenatentum und Kulturpatronage (Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel 20). Berlin: Akad.-Verl., 2007, 47-72.
  •     FRIED, Johannes: Otto III. und Boleslaw Chrobry. Das Widmungsbild des Aachener Evangeliars, der „Akt von Gnesen“ und das frühe polnische und ungarische Königtum, Stuttgart: Steiner, 2., erw. Aufl. 2001.
  •     GARDNER, Julian: The Roman crucible. The artistic patronage of the papacy 1198 – 1304 (Römische Forschungen der Bibliotheca Hertziana 33). München: Hirmer, 2013.
  •     GARRISON, Eliza: Ottonian imperial art and portraiture. The artistic patronage of Otto III and Henry II, Farnham, UK [u.a.]: Ashgate, 2012.
  •     GEE, Loveday Lewes: Women, art and patronage from Henry III to Edward III. 1216 – 1377. Woodbridge [u.a.] : Boydell Press, 2002.
  •     GENETTE, Gérard: Seuils, Paris: Éd. du seuil, 1987.
  •     GODMAN, Peter: Poets and emperors. Frankish politics and Carolingian poetry. Oxford [u.a.]: Clarendon, 1987.
  •     HAYE, Thomas: „Nemo Mecenas, nemo modo Cesar. Die Idee der Literaturförderung in der lateinischen Dichtung des hohen Mittelalters“. In: Classica et mediaevalia 55 (2004). 203­228.
  •     HAYE, Thomas: Päpste und Poeten. Die mittelalterliche Kurie als Objekt und Förderer panegyrischer Dichtung. Berlin [u.a.]: de Gruyter, 2009.
  •     HERWEG, Mathias: „Weibliches Mäzenatentum zwischen dynastischer Bestimmung, politischem Kalkül und höfischer Memoria“. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik 40 (2010), 159. 9-34.
  •     HIRSCHFELD, Peter: Mäzene. Die Rolle des Auftraggebers in der Kunst (Kunstwissenschaftliche Studien 40). [München] : Dt. Kunstverl., 1968.
  •     HOFMANN, Heinz: „Das autobiographische Widmungsgedicht zur Metrologia Priscianica des Antonio Baratella“. In: Walz, Dorothea (Hg.): Scripturus vitam. Lateinische Biographie von der Antike bis in die Gegenwart. FS Walter Berschin zum 65. Geburtstag. Heidelberg 2002. 1031-1047.
  •     HOLZKNECHT, Karl J.: Literary patronage in the Middle Ages. New York: Octagon Books, 1966 (Reprint der Ausgabe von 1923).
  •     HONEMANN, Volker: „Laien als Literaturförderer im 15. und frühen 16. Jahrhundert“. In: Kock, Thomas; Schlusemann, Rita (Hgg.): Laienlektüre und Buchmarkt im späten Mittelalter (Gesellschaft, Kultur und Schrift. Mediävistische Beiträge 5). Frankfurt am Main [u.a.]: Lang, 1997. 147-160.
  •     HORIE, Ruth: Perceptions of ecclesia. Church and soul in medieval dedication sermons (Sermo 2). Turnhout: Brepols, 2006.
  •     HÜLSEN-ESCH, Andrea von (Hg.): Inszenierung und Ritual in Mittelalter und Renaissance (Studia humaniora. Düsseldorfer Studien zu Mittelalter u. Renaissance 40). Düsseldorf : Droste, 2005.
  •     KAUKOREIT, Volker; ATZE, Marcel; HANSEL, Michael (hgg.): „Aus meiner Hand dies Buch ...“ Zum Phänomen der Widmung (Sichtungen 8/9 2005/06). Wien: Turia & Kant, 2007.
  •     KING, Catherine: Renaissance women patrons. Wives and widows in Italy c. 1300 – 1550. Manchester [u.a.]: Manchester Univ. Press, 1998.
  •     KLEINSCHMIDT, Harald: Understanding the middle ages. The transformation of ideas and attitudes in the medieval world. Woodbridge [u.a.] : Boydell Press, 2000. Darin Kapitel: Interaction. IX Communication I: Communication in a Given Present. 214-240.
  •     KOPP, Vanina: Der König und die Bücher. Sammlung, Nutzung und Funktion der königlichen Bibliothek am spätmittelalterlichen Hof in Frankreich (Beihefte der Francia 80). Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag, [2016].
  •     LINTZEL, Martin: „Die Mäzene der deutschen Literatur im 12. und 13. Jahrhundert“. In: Thüringisch-sächsische Zeitschrift für Geschichte und Kunst 22 (1933), 47-77.
  •     LUXFORD, Julian M.: The art and architecture of English Benedictine monasteries. 1300 – 1540. A patronage history (Studies in the history of medieval religion 25). Rochester, NY [u.a.] : Boydell Press, 2005.
  •     MCCASH, June Hall: The cultural patronage of medieval women. Athens [u.a.]: Univ. of Georgia Press, 1996.
  •     MCDONALD, William C.: German medieval literary patronage from Charlemagne to Maximilian I. A critical commentary with special emphasis on imperial promotion of literature (Amsterdamer Publikationen zur Sprache und Literatur 10). Amsterdam: Rodopi, 1973.
  •     MEIER, Hans-Rudolf (Hg.): Für irdischen Ruhm und himmlischen Lohn. Stifter und Auftraggeber in der mittelalterlichen Kunst (FS Beat Brenk zum 60. Geburtstag). Berlin: Reimer, 1995.
  •     MERTENS, Volker: „,Was ist ein Mäzen?‘ Poetologische Überlegungen an Hand des ,Wilhelm von Österreich‘“. In: Le heros dans la réalité, dans la légende et dans la littérature médiévale (Greifswalder Beiträge zum Mittelalter 50). Greifswald: Reineke-Verl., 1996, 81-95.
  •     MERTENS, Volker: „Das literarische Mäzenatentum der Zähringer“. In: Schmid, Karl (Hg.):
  •     Die Zähringer. Veröffentlichungen zur Zähringer-Ausstellung. Teil 1. Eine Tradition und ihre Erforschung. Sigmaringen: Thorbecke, 1986.
  •     METTAUER, Adrian: „Orthokratie und Orthodoxie. Der Dagulf-Psalter als Geschenk Karls des Grossen an Papst Hadrian I.“. In: Ders.; Stolz, Michael (Hg.): Buchkultur im Mittelalter. Schrift – Bild – Kommunikation. Berlin [u.a.]: de Gruyter, 2005. 41-66.
  •     MOLETA, Vincent (Hg.): Patronage and public in the Trecento. Proceedings (Biblioteca dell'Archivum Romanicum 202). Florenz: Olschki, 1986.
  •     MOLLAT DU JOURDIN, Michel: Art. „Mäzen, Mäzenatentum“ In: Lexikon des Mittelalters. 6, München 1993, 430-433.
  •     MÜLLER, Jan-Dirk (Hg.): „Aufführung“ und „Schrift“ in Mittelalter und früher Neuzeit (Germanistische Symposien-Berichtsbände 17). Stuttgart [u.a.] : Metzler, 1996.
  •     NAß, Klaus: „Heinrich der Löwe oder Heinrich XIII. von Bayern? Zum Widmungsgedicht des Straßburger Codex 88“. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 50 (1994), 601-610.
  •     PARAVICINI BAGLIANI, Agostino: „Le dediche alla corte dei papi nel Duecento e l’autocoscienza intellectuale“. In: Filologia Mediolatina 17 (2010). 69-84.
  •     PITTALUGA, Stefano: „Proemi e dediche nelle Intercenales di Leon Battista Alberti“. In: Filologia Mediolatina 17 (2010). 137-150.
  •     POMARO, Gabriella: „Codici di Diodoro Siculo in latino. Traduttori e dediche“. In: Filologia Mediolatina 17 (2010). 151-176.
  •     PROCHNO, Joachim: Das Schreiber-und Dedikationsbild in der deutschen Buchmalerei. T. 1: Bis zum Ende des 11. Jahrhunderts 800 – 1100. Leipzig, Berlin: Teubner, 1929.
  •     ROOM, Adrian: Bloomsbury dictionary of dedications. London: Bloomsbury, 1990.
  •     ROTHE, Arnold: Der literarische Titel. Funktionen, Formen, Geschichte (Das Abendland N.F., 16). Frankfurt am Main : Klostermann, 1986.
  •     RUF, Susanne: Die Stiftungen der Familie Hardenrath an St. Maria im Kapitol zu Köln (um 1460 bis 1630). Kunst, Musikpflege und Frömmigkeit im Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit (Studien zur Kunstgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit 8), Korb: Didymos-Verl., 2011.
  •     SALTER, Elizabeth: English and international. Studies in the literature, art and patronage of Medieval England. Ed. by Derek Pearsall. Cambridge [u.a.]: Cambridge Univ. Pr., 1988.
  •     SCATTERGOOD, Vincent J.: Politics and poetry in the fifteenth century. London: Blandford Press, 1971.
  •     SCHALLER, Dieter: „Geraldus und St. Gallen. Zum Widmungsgedicht des ,Waltharius‘“. In: Mittellateinisches Jahrbuch 2 (1965). 74-84.
  •     SCHLIEBEN, Barbara: Verspielte Macht. Politik und Wissen am Hof Alfons' X. (1252 -1284) (Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel 32). Berlin : Akad.-Verl., 2009.
  •     SCHMIDT, Paul Gerhard: „Dediche poetiche“. In: Filologia Mediolatina 17 (2010). 1-10.
  •     SCHMIDT, Paul Gerhard: „Das Widmungsgedicht im Herimann-Evangeliar“. In: Gosebruch, Martin; Steigerwald, Frank Neidhart (Hgg.): Helmarshausen und das Evangeliar Heinrichs des Löwen (Schriftenreihe der Kommission für Niedersächsische Bau-und Kunstgeschichte bei der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 4). Göttingen: Goltze, 1992. 203-208.
  •     SCHOLZ, Manfred Günter: Zum Verhältnis von Mäzen, Autor und Publikum im 14. und 15. Jahrhundert. Wilhelm von Österreich -Rappoltsteiner Parzifal -Michel Beheim. Darmstadt: Wiss. Buchges., 1987.
  •     SERGI, Giuseppe: „Le corti e il mecenatismo“. In: Cavallo, Guglielmo (Hg.): Lo spazio letterario del medioevo. 1: Il Medioevo latino. Vol. 2. La circolazione del testo. Rom 1994, 299-329.
  •     SIGNORI, Gabriela: „,Geschenke erhalten die Freundschaft‘ Freundschaftsideal und Freundschaftspraxis in der mittelalterlichen Briefliteratur“. In: Grünbart, Michael (Hg.):
  •     Geschenke erhalten die Freundschaft. Gabentausch und Netzwerkpflege im europäischen Mittelalter. Akten des Internationalen Kolloquiums Münster, 19. -20. November 2009
  •     (Byzantinistische Studien und Texte 1). Berlin [u.a.]: Lit, 2011.
  •     SIMON, Gertrud: „Untersuchungen zur Topik der Widmungsbriefe mittelalterlicher Geschichtsschreiber bis zum Ende des 12. Jahrhunderts“. In: Archiv für Diplomatik, Schriftgeschichte, Siegel-und Wappenkunde 4 (1958), 52-119 und 5/6 (1959/60). 73-153.
  •     SPIEWOK, Wolfgang: „Karl der Große als Mäzen und literarische Figur“. In: Ders.; Buschinger, Danielle (Hgg.): Das „Rolandslied“ des Konrad. Greifswald: Reineke-Verl., 1996. 1-13.
  •     SPRANDEL, Rolf: Gesellschaft und Literatur im Mittelalter. Paderborn [u.a.] : Schöningh, 1982.
  •     STECKEL, Sita: „Ammirabile commertium. Die Widmungen des Hrabanus Maurus und andere symbolische Geschenke als Gaben im Angesicht Gottes“. In: Grünbart, Michael (Hg.):
  •     Geschenke erhalten die Freundschaft. Gabentausch und Netzwerkpflege im europäischen Mittelalter. Akten des Internationalen Kolloquiums Münster, 19. -20. November 2009
  •     (Byzantinistische Studien und Texte 1). Berlin [u.a.]: Lit, 2011.
  •     STOPPACCI, Patrizia: „La dediche nelle opere di Cassiodoro. Ill ,pater apostolicus‘ dell‘ ,expositio psalmorum‘. Problemi e proposte di identificazione“. In: Filologia Mediolatina 17 (2010). 11-38.
  •     TEPLITZKY, Thesy: Geld, Kunst, Macht. Eine Kölner Familie zwischen Mittelalter und Renaissance, Köln: Greven, 2012.
  •     THOSS, Dagmar: „Le Téméraire. Der Tollkühne -ein bibliophiler Mäzen?“. In: Oschema, Klaus; Schwinges, Rainer Christoph (Hgg.): Karl der Kühne von Burgund. Fürst zwischen europäischem Adel und der Eidgenossenschaft. Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung, [2010]. 222-234.
  •     VICTOR, Ulrich: „Das Widmungsgedicht im Evangeliar Heinrichs des Löwen und sein Verfasser“. In: Zeitschrift für deutsches Altertum und Literatur 114 (1985). 302-329.
  •     WESTERMANN-ANGERHAUSEN, Hiltrud: „Heinrich der Löwe -ein Mäzen?“, In: Fried, Johannes (Hg.): Heinrich der Löwe. Herrschaft und Repräsentation (Vorträge und Forschungen / Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte 57). Ostfildern: Thorbecke, 2003. 1-26.
  •     WETZEL, Christoph: Prachthandschriften. Stifter und Mäzene in der Buchkunst aus acht Jahrhunderten. Stuttgart: Belser, 1999.
  •     WILKINS, David G.; WILKINS, Rebecca L. (Hgg.): The search for a patron in the Middle Ages and the Renaissance (Medieval and Renaissance studies 12). Lewiston [u.a.]: E. Mellen Press, 1996.