Die Geschichte der "Aktion" beginnt mit dem Bruch Pfemferts mit Georg Zepler (1859-1925), dem Herausgeber des "Demokrat". Pfemfert arbeitete als Redakteur für Zepler. Als Zepler einen ihm unliebsamen Artikel, den Pfemfert veröffentlicht sehen wollte, nicht drucken ließ, beschloss Pfemfert kurzerhand, seine eigene Zeitschrift herauszugeben. Zahlreiche Mitarbeiter des "Demokrat" schlossen sich ihm an. Die erste Ausgabe der "Aktion" betonte die Kontinuität, übernahm etwa Rubriken und Format vom "Demokrat".

Die mehr als 20-jährige Geschichte der "Aktion" lässt sich in drei Phasen untergliedern:

  1. Von 1911 bis 1914 kam es zuerst zu einer allmählichen Organisierung der frühexpressionistischen Autoren, verbunden mit dem politischen Kampf gegen die Wilhelminische Gesellschaft.
  2. Von 1914 bis 1918 stand die Zeitschrift ganz im Zeichen des unter dem Deckmantel der Literatur versteckten Engagements gegen den Krieg.
  3. Von 1918 bis 1932 wandte sich Pfemfert zunehmend von der Literatur ab und engagierte sich hauptsächlich für sozialistische Gruppierungen, in deren Dienst er die "Aktion" stellte. Von der nach dem Krieg populär gewordenen expressionistischen Literaturbewegung wollte er nichts mehr wissen.Funote Aufgrund finanzieller und gesundheitlicher Probleme erschien die Zeitschrift immer unregelmäßiger, bis Pfemfert 1933 nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten mit seiner Frau Alexandra Ramm ins Exil flüchten musste.