Die Ausgaben der "Aktion" begannen meist mit einem politischen Leitartikel, in der Regel vom Herausgeber geschrieben, dann folgten kulturelle und politische Glossen, Gedichte und literarische Beiträge, Antworten auf Umfragen, Autorenporträts und Rezensionen sowie Anzeigen. Die Zeitschrift war meist 14 Redaktionsseiten stark. Die erste Seite begann anfangs mit dem Leitartikel, später wurde sie zu einem Deckblatt, das das Inhaltsverzeichnis und eine Graphik enthielt.

Mit ihrem Quartformat und dem zweispaltigen Satz (anfangs in Fraktur, ab 1912 in modernem Antiqua) hatte die "Aktion" einen zeitungsähnlichen Aufbau. Zu ihren Charakteristiken gehörten auch die vielen Graphiken (meist Schwarz-Weiß-Holzschnitte) expressionistischer Künstler, für die die Zeitschrift zu einem wichtigen Publikationsorgan wurde. Die "Aktion" zahlte keine Honorare. DieAuflage betrug 1912 7000 Exemplare, von denen einige bis nach Frankreich, England, die USA, Russland, Japan und Argentinien verschickt wurden (vgl. Aktion, 1. Jg. 1911, Sp. 1191).

Die politischen, gesellschafts- und literaturkritischen Beiträge beschäftigten sich mit der Kritik an der Presse, dem Chauvinismus und Militarismus, der linksradikalen Kritik an der Sozialdemokratie, der Ablehnung von Kapitalismus und Parlamentarismus, dem Engagement für das Individuum gegen die Unterdrückung durch den patriarchalen Staat und seinen Institutionen (so z. B. im Fall des von seinem Vater in eine Anstalt eingewiesenen radikalen Psychoanalytikers Otto Gross). Sonderhefte wurden z. B. der Lyrik oder der Literatur einzelner Nationen (gerade in Kriegszeiten!) gewidmet.

Zu Pfemferts ersten Mitarbeitern gehörten Kurt Hiller, Georg Heym, Carl Einstein, Ludwig Rubiner und Salomo Friedländer (unter dem Pseudonym Mynona). Doch betonte Pfemfert seine Alleinverantwortlichkeit für den Inhalt: "Die AKTION habe ich gegründet und zu dem gemacht, was sie heute ist; nie hat jemand die Leitung meines Blattes mit mir geteilt oder beeinflussen können: ich bin (unterstützt von meiner Kameradin Alexandra) stets alleiniger Redakteur, Herausgeber und Verleger gewesen. Also ich allein bin verantwortlich zu machen für jedes Wort, das die AKTION in acht Jahren publizierte. Diese Verantwortung erstreckte sich bis in den Anzeigenteil." (Aktion, 8. Jg. 1918, Nr. 27/28, Sp. 354)

Weitere wichtige Mitarbeiter waren Ludwig Bäumer (1888-1928), Franz Blei (1871-1942), Carl Einstein (1885-1940), Max Herrmann-Neisse (1886-1941), Kurt Hiller (1885-1972), Franz Jung (1888-1963), Oskar Kanehl (1888-1929), Hugo Kersten (1892-1919), Carl Sternheim (1878-1942), Alfred Wolfenstein (1883-1945).Funote