Die (wegen ihres Umschlags) "Grünen Hefte" der "Freien Bühne" erschienen anfangs wöchentlich. Der Umfang betrug 1 1/2 bis 2 Bogen, also 24-32 Seiten. Das Einzelheft kostete 40 Pfennige, ein Jahresabonnement 18 Mark. Die Auflage betrug anfangs 1000 Exemplare. 1892 wurde aus der Wochen- eine Monatsschrift. Mit der Titeländerung von 1894 wurde der Umfang auf 6-7 Bogen erweitert, die Farbe des Umschlags war Blaugrün. 1904 betrug der Umfang dann 9 Bogen, also 144 bis 160 Seiten pro Nummer. Das Einzelheft kostete nun 2,50 Mark (zum Vergleich: die broschierte Ausgabe eines Romans von 250 Seiten kostete ca. 3 Mark), der Abonnementpreis betrug 6 Mark im Quartal.

Die Auflage der Zeitschrift stieg beharrlich an: 1898 gab es 1000 zahlende Abonnenten, 1904 2000, und unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg 1914 waren es 5000 Abonnenten.

Ein wichtiger Einschnitt war die unter der Leitung Oscar Bies 1904 durchgeführte Neugestaltung der Zeitschrift. Das Medium wurde dadurch ästhetisch noch mehr aufgewertet: Jedes Heft wurde einem anderen Buchkünstler anvertraut. Die Vignetten, Initialen, Cartouchen und Schmuckleisten wurden u.a. von Heinrich Vogeler, Karl Walser und Franz Christophe angefertigt. Der Relaunch stand natürlich im Zeichen der Vorliebe für Design und Gestaltung des Jugendstils, der die Buchkunst zu einer neuen Blüte brachte.Funote Auch für die Literaturkritik der Zeitschrift war daher die äußere Gestaltung eines Buches ein wichtiges Wertungskriterium.Textbeispiel