Texte aus Freie Bühne - Neue Rundschau

Autorenporträt, in dem Bahr den damals noch unter seinem Pseudonym „Loris“ publizierenden Hugo von Hofmannsthal erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorstellt.

Sammelrezension, in der Eloesser Felix Holländers Roman „Der Weg des Thomas Truck“, Bruno Willes Roman „Offenbarungen eines Wacholderbaums“, Kurt Martens Roman „Die Vollendung“, Johannes Schlafs Roman „Die Suchenden“, Ernst Heilborns Roman „Der Samariter“, Thomas Manns Roman „Die Buddenbrooks“, Frida Freiin von Bülows Roman „Abendkinder“ und Efraim Frischs Roman „Das Verlöbnis“ bespricht.

Glosse, in der Kerr anlässlich der Uraufführung von Gerhart Hauptmanns Stück "Und Pippa tanzt!" den Dramatiker gegenüber seinen Kritikern verteidigt und das neue Stück als "eins von den neuen Religionsdramen der Darwinzeit" rühmt.

(Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main.)

Rezension, in der Bie anlässlich einiger Neuerscheinungen des Inselverlags, darunter Aubrey Beardsleys "Unter dem Hügel", dessen bibliophile Verlagsprodukte als "Ornamente des Schrankes, Hochgefühle für die Hand, Erlesenheiten für den Geist" rühmt.

Rezension, in der der mit „--l.“ unterzeichnende Autor (Autorin?) Marie Luise Enckendorffs Tagebuch „Vom Sein und vom Haben der Seele“ als „erste echte Stimme der Frau ins graue Denkerland“ und als wegweisend für ein organisches Wachstum der Seele von Frau und Mann hymnisch feiert.

Rezension, in der Speyer Gides Roman "Der Immoralist" aufgrund seiner "plastischen, erzählerischen und epischen Qualitäten" lobt, den fehlenden Humors Gides jedoch bemängelt.

Rezension in Form eines Dialogs, in der Tobias Fischer (d.i. Moritz Heimann) anlässlich der Briefausgabe des holländischen Dichters Multatuli mittels zweier fiktiver Leser (Walt und Wult) ein Streitgespräch über das Verhältnis von Ethik und Ästhetik bei diesem Autor inszeniert.

Rezension, in der Wassermann Arthur Schnitzlers Novellensammlung „Dämmerseelen“ lobt.

Rezension, in der Bahr Thomas Manns Roman „Königliche Hoheit“ wegen seiner märchenähnlichen, typisierenden Darstellungsweise lobt.

Sammelrezension, in der Musil nach einer Reflexion über die Gattung der Novelle verschiedene Novellen- und Erzählungsbände von Autoren der "jüngsten Generation" bespricht: Robert Walsers "Geschichten", Franz Kafkas "Betrachtung" und "Der Heizer", Max Brods "Weiberwirtschaft" sowie Arthur Holitschers "Geschichten aus zwei Welten".

(Mit freundlicher Genehmigung des Rowohlt Verlages, Reinbek bei Hamburg, www.rowohlt.de)

Metakritischer Essay aus mehreren Teilen, in dem Hesse die Bedeutung des "wirklichen, berufenen Kritikers" im Gegensatz zum unberufenen "Kritikerproletariat" für die Literatur herausstellt sowie seine Eigenschaften aufzählt (intimes Verhältnis zur Sprache, bekennende Subjektivität, die dem Leser als "Metermaß" dienen kann). In einem ironischen "Gespräch zwischen Dichter und Kritiker" geht es um die Frage, ob Dichtung und Kritik in der Vergangenheit von höherer Qualität waren. In "Die Stoffwahl" behauptet Hesse, dass es für einen wahren Dichter eine Wahl gar nicht gebe, da der Stoff "Vision und Seelenerlebnis" sei. Dem Standardvorwurf der Kritik, dass sich ein Autor vom Leben in die Kunst oder in die Vergangenheit "flüchte" hält Hesse entgegen, dass Kunst nur aus der Not heraus und durch Sublimation entstehe. Kritik übt Hesse daran, dass Rezensenten die Psychoanalyse als ein Mittel zur Depotenzierung der Kunst missbrauchen.