Texte aus Die Gesellschaft

Essay, in dem Bleibtreu gegen den "grassierenden schlichten Volksliederton" polemisiert und eine neue, realistische, subjektive, inhaltsdominierte Lyrik fordert.

Programmschrift, in der Conrad die Absichten seiner Zeitschrift erläutert, nämlich den Kampf gegen die „geheiligte Backfisch-Litteratur“ und die „phrasenselige Altweiber-Kritik“ zu führen und für eine den Idealen der Wahrheit, des Realismus und Naturalismus und der Mannhaftigkeit verbundene Gesellschaft und Literatur zu kämpfen.

Sammelrezension, in der Conrad Wolfgang Kirchbachs „Lebensbuch“, Ferdinand Groß’ „Aus meinem Wiener Winkel“, H. G. von Suttners „Daredjan“, Julius Grosses „Der getreue Eckart“, Sören Kierkegaards „Entweder – Oder“, Carl Stielers „Natur- und Lebensbilder aus den Alpen“, L. Zieglers „Der Tante Sophies Bilderbuch“ und Franz Joseph Brackls „Moderne Spieloper“ bespricht.

Essay, in dem Bleibtreu gegen den Umgang der deutschen Literaturkritik mit Zolas Romanen polemisiert, seine Lektüre von Zolas „Germinal“ dagegen zum „Damaskus“-Erlebnis stilisiert und eine ähnlich „mannhafte“ realistisch-naturalistische deutsche Literatur fordert.

Rezension, in der Marie Conrad-Ramlo Hermann Bahrs Schauspiel „Die neuen Menschen“ ablehnt, weil es nur ein „Buchdrama“ sei und das zugrundeliegende Problem besser in der Novellenform behandelt worden wäre.

Rezension, in der Conrad „Raskolnikow“ („Schuld und Sühne“) als „rücksichtslos wahrhaftige Lebensdichtung“ rühmt, die von einem Autor stammt, der ein „Helden- und Märtyrerleben“ führte, anders als die deutschen „litteraturgewerblichen Kopisten“.

Essay, in dem Bleibtreu gegen die formalistische „Kleinigkeitskrämerei der Kritikastrie“ polemisiert und seine eigenen kritischen Grundsätze darstellt.

Autorenporträt, in dem Schlaf Detlev von Liliencron als hoffnungsweckenden Vertreter einer entstehenden deutschen naturalistischen Literatur würdigt.
(Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Frau Hildegard Bäte, Osnabrück.)

Rezension, in der Conrad-Ramlo unter ihrem Pseudonym L. Willfried Ibsens Stück "Rosmersholm" lobt, weil die Menschen darin "erhaben aus dem seelischen Konflikt heraus wachsen - immer größer, immer gewaltiger, - bis sie an der sittlichen Logik ihres Wesens zu grunde gehen, aus sich selbst und durch sich selbst!"

Rezension, in der Conrad-Ramlo unter ihrem Pseudonym L. Willfried zum einen Zolas Stück "Therese Raquin" gegenüber Einwänden, es sei aufgrund seiner Brutalität bühnenuntauglich, in Schutz nimmt, zum anderen Detlev von Liliencrons Stück "Die Merowinger" aufgrund technischer Mängel kritisiert.

Rezension, in der Bleibtreu Tolstojs Roman als „politisch-historisch-militärisch unreifes chauvinistisches Pamphlet eines Stockrussen“ verreisst.

Doppelrezension, in der die offenbar ahnungslosen Kritiker der „Gesellschaft“ die von Arno Holz und Johannes Schlaf unter dem Pseudonym Bjarne P. Holmsen veröffentlichte Novellensammlung „Papa Hamlet“ besprechen: während der angesichts der neuartigen Darstellungsweise ratlose Conrad das Buch des „jungen Norwegers“ vorsichtig lobt, will Alberti das Buch aus dem Kreis des wahren Realismus ausschließen.

Polemischer Verriss der Gedichte Erich Kästners mit einer soziologischen Analyse seines Publikums.