Thematisch kreisten die Harts in ihren "Waffengängen" um literarische Probleme und Fragestellungen, wie sie für den Frühnaturalismus typisch sind: dazu gehören die Frage nach der Bedeutung der ausländischen Literatur für die deutsche, das Verhältnis von Form und Inhalt, von Tendenz und Kunst, von Literatur und Wissenschaft, die Auseinandersetzung um "Realismus" und "Naturalismus" in der Literatur und die Frage nach dem "Schicklichen" bzw. der Streit um die Darstellung bislang tabuisierter Gegenstände in der Literatur. Angesichts der Bedeutung der Brüder für die naturalistische Bewegung ist es aus heutiger Sicht überraschend, wie wenig die Hartschen Positionen mit dem "konsequenten" Naturalismus eines Arno Holz, Johannes Schlaf oder Gerhart Hauptmann zu tun haben. Unter Naturalismus verstanden die Harts gerade keine fotografisch-exakte Abbildung der Realität: "Naturalismus soll alle Dichtung sein; alle Dichtung soll die Natur nachahmen, das heißt wie die Natur, gleich ihr schaffen, alle Dichtung soll Quelle sein, nicht Röhrenwerk, Leben zeugen und nicht Phantome." (VI, 55)

So kritisierten die Brüder auch Zolas Theorie vom "roman expérimental" und grenzten die Literatur deutlich von den Naturwissenschaften ab. Ebenso plädierten sie für ein neues Versepos und für eine Rückkehr des "wahren" Idealismus in der Literatur, der sich mit einem "erdfrischen Realismus" (II, 54) verbinden sollte. Gleichwohl attackierten sie jedoch die Prüderie bei Kritik und Lesepublikum:

"Sie [die Kritiker Zolas; OP] bedauern, daß Zola, wenn er Menschen aus der Hefe des Volkes darstellt, diese nicht erst in ein irisches Bad schickt, sie nie nicht erst in Eau de Cologne taucht und dann in reine Wäsche und schwarzen Anzug steckt, sondern daß er sie vorführt, wie sie sind, und reden läßt, wie sie ohne Zweifel in ihren Höhlen reden. Und warum bedauern sie das? Weil es sich nun einmal nicht schickt, in anständiger Gesellschaft Wörter wie le derrière, merde u.s.w. zu gebrauchen, weil schmutzige und unsittliche Scenen überhaupt den Anstand beleidigen und weil unser Lesepublikum doch wohl zur anständigen Gesellschaft gerechnet werden muß. Halt! das ist der erste Fehler, den diese Leute begehen. Wendet sich der Dichter wirklich an den Leser als an den Gesellschaftsmenschen, als an ein in Vorurtheilen, Rücksichten und conventionellen Zügen eingeschnürtes Wesen, oder wendet er sich nicht vielmehr an den Menschen als solchen, losgelöst von den irdischen Gebrechen kleinlicher Thorheit und Befangenheit?" (II, 46)

Wegweisend für die junge Dichtergeneration waren demnach vor allem Thesen wie die, dass es "Tatsache [ist], daß kein Stoff, auch der unsittliche und gemeine nicht, an und für sich undichterisch ist [...], auf das Wie, nicht auf das Was kommt es an" (II, 47f.). In Rückgriff auf ästhetische Theoreme Aristoteles' und Lessings sahen die Harts die Aufgabe der Dichtung vor allem in der kathartischen Läuterung von Affekten. Sofern dieser Zweck der Kunst erreicht sei, galten ihnen alle künstlerischen Mittel für gerechtfertigt. Die ersten "Waffengänge" sind teilweise sehr polemisch gehalten. Die Harts attackierten angesehene, heute freilich vergessene Repräsentanten der deutschen Literatur wie die Dramatiker Heinrich Kruse und Hugo Bürger, den Kritiker Paul Lindau oder den Lyriker Albert Träger. Bloßgestellt wurde dabei Epigonentum, Dilettantismus, Effekthascherei und Phrasenschwulst, der die literarischen bzw. literaturkritischen Produkte dieser Autoren auszeichne. Damit wurde, dem Hartschen Motto "Pflügen und Pflegen" gemäß, gleichsam das Feld freigeräumt für konstruktive Kritik, wie sie die Harts in späteren Aufsätzen etwa zum "Deutschen Theater" L'Arronges, zu den Romanen des von den Harts geschätzten Grafen Schack oder zu den Romanen Friedrich Spielhagens entfalteten.

Die "Waffengänge" wurden viel gelesen, wovon auch viele, meist günstige, Rezensionen zeugen. Die junge Autorengeneration begeisterte sich an dem respektlosen, polemischen Ton der Zeitschrift. Trotz der in vielem konservativen und wenig naturalistisch anmutenden Positionen der Harts, leiteten sie mit ihren "Kritischen Waffengängen" die literarische Moderne im deutschsprachigen Raum ein.