Junge Autoren und Intellektuelle (die meisten um 1860 geboren), die unzufrieden waren mit den bestehenden kulturellen Verhältnissen im neu gegründeten Deutschen Reich, gleichzeitig aber revolutionäre literarische Neuerungen im (v.a. französischen, russischen und skandinavischen) Ausland verfolgen konnten, begannen eine neue zeitgemäße deutschsprachige Literatur, aber auch eine neue Literaturkritik einzuklagen. Diese sollte ästhetischen Werten wie "Modernität"Funote, "Aktualität"Funote, "Neuheit"Funote, "Wahrheit"Funote, "Realismus/Naturalismus", "(Natur-)Wissenschaftlichkeit"Funote und "Objektivität" verpflichtet sein. Diese Werte dienten als inhaltlich je unterschiedlich gefüllte Schlagwörter, deren Deutungsspektrum sehr groß sein konnteFunote. Häufig traten diese Werte im Verbund mit politischen Ideologemen und Nationalismen auf wie "Germanentum"Funote, "Deutschtum"Funote, "Volkstümlichkeit", "Heimatverbundenheit"Funote, aber auch "Männlichkeit", "Tapferkeit"Funote u. ä.