Texte von Julius Hart

Programmschrift der Brüder Hart, in der sie für eine neue modern-nationale deutsche Literatur eintreten und die Aufgabe des Literaturkritikers dabei als „Pflügen und Pflegen“ bestimmen.

Aufsatz, in dem die Harts den „Kritikerpapst“ Paul Lindau als dilettantischen Plauderer entlarven und für eine objektiv begründete, ernsthafte Literaturkritik eintreten.

Essay, in dem die Harts die naturalistische Darstellungsweise Zolas gegenüber seinen Gegnern verteidigen, zugleich aber Zolas Konzept einer an den Naturwissenschaften orientierten Literatur („Le roman expérimental“) ablehnen.

Rezension, in der Julius Hart den Roman "Flucht aus dem Alltag" des heimatkunstnahen Autors Gustav Schröer lobt, weil in ihm "deutsche" Werte wie Innerlichkeit und Häuslichkeit propagiert werden.

Rezension, in der Julius Hart den Roman "Pflüger" der expressionistischen Autorin Adele Gerhard empfiehlt, in dem die "Verkündigung des neuen Menschen" ein Hauptanliegen sei.

Texte von Michael Georg Conrad

Programmschrift, in der Conrad die Absichten seiner Zeitschrift erläutert, nämlich den Kampf gegen die „geheiligte Backfisch-Litteratur“ und die „phrasenselige Altweiber-Kritik“ zu führen und für eine den Idealen der Wahrheit, des Realismus und Naturalismus und der Mannhaftigkeit verbundene Gesellschaft und Literatur zu kämpfen.

Sammelrezension, in der Conrad Wolfgang Kirchbachs „Lebensbuch“, Ferdinand Groß’ „Aus meinem Wiener Winkel“, H. G. von Suttners „Daredjan“, Julius Grosses „Der getreue Eckart“, Sören Kierkegaards „Entweder – Oder“, Carl Stielers „Natur- und Lebensbilder aus den Alpen“, L. Zieglers „Der Tante Sophies Bilderbuch“ und Franz Joseph Brackls „Moderne Spieloper“ bespricht.

Rezension, in der Conrad „Raskolnikow“ („Schuld und Sühne“) als „rücksichtslos wahrhaftige Lebensdichtung“ rühmt, die von einem Autor stammt, der ein „Helden- und Märtyrerleben“ führte, anders als die deutschen „litteraturgewerblichen Kopisten“.

Doppelrezension, in der die offenbar ahnungslosen Kritiker der „Gesellschaft“ die von Arno Holz und Johannes Schlaf unter dem Pseudonym Bjarne P. Holmsen veröffentlichte Novellensammlung „Papa Hamlet“ besprechen: während der angesichts der neuartigen Darstellungsweise ratlose Conrad das Buch des „jungen Norwegers“ vorsichtig lobt, will Alberti das Buch aus dem Kreis des wahren Realismus ausschließen.

Texte von Karl Bleibtreu

Essay, in dem Bleibtreu gegen den "grassierenden schlichten Volksliederton" polemisiert und eine neue, realistische, subjektive, inhaltsdominierte Lyrik fordert.

Essay, in dem Bleibtreu gegen den Umgang der deutschen Literaturkritik mit Zolas Romanen polemisiert, seine Lektüre von Zolas „Germinal“ dagegen zum „Damaskus“-Erlebnis stilisiert und eine ähnlich „mannhafte“ realistisch-naturalistische deutsche Literatur fordert.

Essay, in dem Bleibtreu gegen die formalistische „Kleinigkeitskrämerei der Kritikastrie“ polemisiert und seine eigenen kritischen Grundsätze darstellt.

Rezension, in der Bleibtreu Tolstojs Roman als „politisch-historisch-militärisch unreifes chauvinistisches Pamphlet eines Stockrussen“ verreisst.