Zwischen 1910 und 1933 gab Adolf Bartels eine eigene Zeitschrift heraus: "Deutsches Schrifttum: Unabhängige kritische Monatschrift". Sie war gewöhnlich etwa 4-8 Seiten lang. Bartels, der fast alle Artikel selbst verfasste, schrieb hier zwar überwiegend über Literatur, vermischte jedoch auf gewohnte Weise ästhetische mit politischen und sozialen Fragen. Stil und Format der Zeitschrift können als direkte Vorläufer des journalistischen Stils der Nationalsozialisten gelten. Das Blatt war von Anfang an sowohl nationalistisch als auch antisemitisch eingestellt und radikalisierte sich bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges stetig.

Zwischen 1918 und 1919 erschien die Zeitschrift unter dem Namen "Die deutsche Not", um dann 1920 unter dem ursprünglichen Namen wiedergegründet zu werden. Zeitweilig erschien sie als Beilage zu konservativen und nationalsozialistischen Zeitungen. "Deutsches Schrifttum" stand insgesamt fast 25 Jahre für den literarischen Flügel der in dieser Zeit stetig wachsenden deutschen Rechten.