Im Laufe seines ca. fünf Jahrzehnte umfassenden literaturkritischen Wirkens verfasste Kerr über 1500 Rezensionen. Er schrieb für zahlreiche Medien. Bekannt wurde er vor allem für seine Arbeiten für Tageszeitungen: Seit 1901 schrieb er für den Berliner "Tag", und zwar für die "rote" Beilage, die im Unterschied zum "schwarzen" "Tag" als vergleichsweise liberales Organ des Scherl-Konzerns galt. In den ersten Jahren beim "Tag" waren u.a. Heinrich und Julius Hartmehr... seine Partner in der Berichterstattung des vielfältigen Berliner Theaterlebens. Als der "Tag" 1919 an den rechten Hugenberg-Konzern verkauft wurde, wechselte Kerr zum "Berliner Tageblatt", das im Verlag von Rudolf Mosse erschien, und blieb dort bis 1933.

Begonnen hatte Kerr jedoch im "Magazin für die Litteratur des In- und Auslands" (1893-1895), wo er nach einer Kritik über Ernst von Wildenbruch durch einen lobenden Brief Fontanes eine Art "Ritterschlag" empfing.Funote Nach seiner Tätigkeit für das "Magazin" wurde Kerr Mitarbeiter der "Neuen deutschen Rundschau"mehr..., schrieb von 1895 bis 1900 für die "Breslauer Zeitung" wöchentliche Berichte aus der Hauptstadt ("Berliner Briefe"Funote) und für die "Nation" von 1897 bis 1903 Theaterkritiken. In späteren Jahren erschienen Beiträge von Kerr auch in der "Königsberger Allgemeinen Zeitung", der "Frankfurter Zeitung"mehr..., dem von ihm mitbegründeten und zeitweilig herausgegebenen "Pan" und in Franz Pfemfertsmehr... "Aktion"mehr....

Im Exil schrieb Kerr für die von den Exilanten neu gegründeten Zeitungen "Pariser Tageblatt" und "Pariser Tageszeitung" sowie für "Le Figaro", "Le Temps" und "Les Nouvelles Littéraires". Nach dem zweiten Weltkrieg kam es noch zu einer kurzen Mitarbeit für die Hamburger "Welt" und die "Neue Zeitung" in München.