1846

Geboren am 4.4. in Gnodstadt, Unterfranken. Aus bäuerlichen Verhältnissen stammend.

1862ff.

Besuch des Lehrerseminars in Altdorf.

1864

Studium der Philosophie, Philologie und Pädagogik, Promotion zum Dr. phil.

1871ff.

7-jähriger Aufenthalt in Italien. In Neapel und Genf wird Conrad Mitglied einer Freimaurerloge.

1876

Begegnung mit Friedrich Nietzsche in Sorrent.

1878-1882

Aufenthalt in Frankreich, v.a. Paris. In dieser Zeit mehrere Gespräche mit Zola.
Als Dozent für deutsche Sprache und Dichtung hält Conrad in Paris Vorträge über Wagner, Schopenhauer, Heyse u. a. im "Institut polyglotte", der "Association littéraire" und im "Deutschen Turnverein". Dazwischen Reisen nach Spanien, Portugal, England und Belgien.

1879/80

Conrad übernimmt in Vertretung von Max Nordau das Pariser Feuilleton in der "Frankfurter Zeitung".

1882

Rückkehr nach Deutschland. In München wird Conrad Mittelpunkt eines Kreises junger naturalistischer Dichter.

1883

Conrad rechnet auf dem "Darmstädter Dichtertag" mit der deutschen Gegenwartsliteratur ab, doch bleibt seine Rede ohne Resonanz.

1885

Conrad ist erster Präsident des "Münchner Journalisten- und Schriftsteller-Vereins".
Conrad gründet die "Realistische Wochenschrift" "Die Gesellschaft", deren Herausgeber er wird.

1887

Ehe mit der Schauspielerin Marie Ramlo [Link Autorenmodul].

1890

Am 23.1. erklärt Conrad in einem offenen Brief seinen Austritt aus der Berliner "Freien Bühne", da er deren "gepflegte Ausländerei-Wirtschaft" (Die Gesellschaft, 6. Jg. 1890, S. 403) nicht länger unterstützen will.

1891

Gründung der Münchner "Gesellschaft für modernes Leben", Conrad wird ihr Präsident. Die Gesellschaft besteht bis 1893; ihr Organ sind die von J. Schaumberger herausgegebenen "Modernen Blätter".

1893-98

Conrad ist Vertreter der Demokratischen Volkspartei im Deutschen Reichstag.

1911-1914

Conrad ist Redakteur des in Würzburg erscheinenden "Deutschen Literatur-Blatts"

1927

Conrad stirbt am 20.12. im Alter von 82 Jahren in München.