Als Literatur- und Theaterkritiker kommentierten die Harts über Jahrzehnte hinweg das literarische Leben. Julius Hart, der 1887 als Theaterkritiker bei der "Täglichen Rundschau" begann, arbeitete bis zu seinem Tod 1930 gar 43 Jahre lang als Kritiker. In der "Täglichen Rundschau" wechselte er sich mit seinem Bruder ab, im "Tag" mit Alfred Kerr. Aus dem Vorkämpfer für den Naturalismus wurde ein eher konservativer Kritiker, der nicht nur die Werke von Arno Holz und Johannes Schlaf ablehnte, sondern auch die Wedekinds, Hofmannsthals und Schnitzlers. In seinen Besprechungen dominierten dabei Reflexionen über inhaltliche und philosophische Aspekte der Werke.

In ihren "Waffengängen" bemühten sich die Harts erkennbar, ihre eigenen literaturkritischen Ideale exemplarisch zu realisieren. So rechtfertigten sie ihren Waffengang gegen die Romane Friedrich Spielhagens damit, dass dieser Romancier "ein Typus des durchschnittlichen Talentes und des durchschnittlichen Könnens ist, weil sich in seinen Fehlern am klarsten die Fehler widerspiegeln, welche dem deutschen Romane überhaupt anhaften, an seine Vorzüge aber sich am leichtesten die Voraussicht eines Besseren anknüpfen läßt." (VI, 3). Ebenso demonstrierten die Harts differenzierte und konstruktive Kritik, etwa in ihrem Aufsatz "Für und gegen Zola"Textbeispiel. Ihrer Forderung nach einer Begründung ästhetischer Urteile folgten sie zum Beispiel in ihren Reflexionen über die Gattung des Romans, die sie folgendermaßen rechtfertigten:
"Auf diese Weise biete ich dem Leser die Handhabe, meine Kritik an dem Romane der Gegenwart selbstthätig zu prüfen, oder vielmehr die Kritik zugleich mit mir auszuüben, und jede wahre Kritik, welche mehr als ein Geplauder sein will, sollte in gleichem Geiste aufgebaut sein." (VI, 8)

Mit vernichtender Polemik gingen sie dagegen gegen das von ihnen so bezeichnete "Unkraut" der Gegenwartsliteratur vor. Paul Lindau etwa wurde als "Irrlicht" (II, 10) und "fliegentödtende[r] Kleinstädter" (II, 9) denunziert, der Goldschnittlyriker Albert Träger gar als "Afterdichter" (III, 5), dessen Stil so eintönig sei, "daß Rokokogärten gegen ihn als wirre Wildniß erscheinen würden." (III, 56) Die Hartsche Polemik bediente sich auch der Mittel von Ironie, Sarkasmus und Spott: So heißt es über Spielhagens Moralismus: "Das Vehikel, das Spielhagen vor allem gern benutzt, um die Moral seiner Romane an den Mann zu bringen, ist die Leichenpredigt." (VI, 30)

Beliebt war auch die Methode, den Gegner durch ausführliches Zitieren der Lächerlichkeit preiszugeben, vor allem wo es den Harts darum ging, die Unstimmigkeiten und Widersprüche etwa in der Handlung oder in der Figurenmotivierung eines Werkes herauszustellen. Der Maßstab der Wahrscheinlichkeit war für die Harts von großer Wichtigkeit, außerdem Volkstümlichkeit, Modernität, Realismus, Organizität, Gesundheit und Männlichkeit. Auch das Berufen auf Autoritäten wie Lessing oder Aristoteles diente den Harts in ihren Waffengängen gegen Modegrößen wie Albert Träger oder Hugo Bürger als Schützenhilfe.

Auffällig aus heutiger Sicht ist die (freilich auch zeittypische) Hartsche Semantik, die nicht immer frei von jenem Phrasengeklingel ist, das die Brüder selbst anprangerten. Dazu gehört ihre Forderung nach einer "männlich-mutigen" Literatur, die endlich die "verzärtelte" Mädchendichtung ablösen sollte, oder die Pseudoreligiösität der Hartschen Kunstanschauungen. Dazu gehört auch der für die naturalistische Literaturkritik nicht untypische Chauvinismus, zu dem sich die Forderung nach einer modernen deutschen Literatur mitunter steigerte. Die von den Harts propagierte und ansatzweise praktizierte neue Literaturkritik reproduziert dann tradierte Ressentiments, etwa die von einem Gegensatz zwischen einer oberflächlichen französisch-romanischen und einer metaphysisch-innerlichen deutsch-germanischen Kultur:
"[...] national ist alle Poesie, welche unsre Seele in Schwingung bringt, welche uns anschaut, wie mit Augen alter, wiedergefundener Freundschaft, welche uns gegenübersteht wie Fleisch von unsrem Fleisch und Blut von unsrem Blut. Dieses Merkmal scheint sehr unbestimmt, aber es scheint nur, weil es für die Empfindung, die ich auszudrücken suche, keine genügenden Worte gibt [...] Fast alles, was die Franzosen geschaffen, erregt nur unsere Sinne, unsre Nerven, während die echten, großen Schöpfungen aller germanischen Stämme uns anmuthen wie Eigenes, unsre Seele berühren" (V, 48)