Zentraler Ausstellungsort ist das mit großem Aufwand restaurierte Marburger Landgrafenschloss, die älteste Residenz Hessens, in der Philipp am 13. November 1504 das Licht der Welt erblickte. Weithin sichtbar über der Stadt trohnend und von mächtigen Befestigungsanlagen umgeben, beherbergt es noch heute prachtvolle Repräsentationsräume und zahlreiche Säle, in denen der spannungsvolle Wechsel von Gotik zur Renaissance erfahrbar wird. 1529 trafen hier auf Einladung Landgraf Philipps Martin Luther, Ulrich Zwingli und zahlreiche andere namhafte Wortführer der Reformation zum weltberühmt gewordenen „Marburger Religionsgespräch“ zusammen. Heute wird das Schloss von der Philipps-Universität genutzt, insbesondere auch als Schatzkammer für die Kulturgeschichtlichen Sammlungen des Marburger Universitätsmuseums. 1992 wurde hier bereits die Landesausstellung „Hessen und Thüringen“ gezeigt. Hauptausstellungsräume von September bis Ende November 2004 sind der ebenerdig erreichbare Westsaal im Frauenbau, der Südsaal im Landgrafenbau und der an den Waldecker Saal angrenzende Kleine Rittersaal im Kernschloss. Einbezogen in die Präsentation sind zudem der monumentale Fürstensaal, Schlosskapelle und Sakristei.

Die den Schlossberg umgebenden Befestigungsanlagen aus verschiedensten Epochen, darunter der von Philipps Vorfahren angelegte „Hexenturm“, die Überreste eines von ihm selbst um 1521 geschaffenen meterdicken Rondells, Schanzen, Bastionen und die im 17. und 18. Jahrhundert dazugekommenen unterirdischen Geschützstände (Kasematten) können ebenso wie die vielfältigen Baudenkmäler der darunter liegenden Stadt im Rahmen von Sonderführungen erforscht werden. Näheres dazu finden Sie unter der Rubrik Information

Die Stadt                



 

 


 

Totenschild Landgraf Wilhelms II

 

Landgrafenschloss Marburg

 

Matrikeleintrag des Eobanus Hessus