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Philipps-Universität
Marburg
Konflikte in Gegenwart und Zukunft

Inhaltliche Verweise zum Interdisziplinären Seminar im Sommersemester 2014 zu

"EinSicht - Marburg gegen Gewalt": Einblick in eine Kooperation von Universität und Kommune

Vortragend

02.06.2014
Johannes Maaser M.A. (Marburg)
Prof. Dr. Ulrich Wagner (Marburg)
"EinSicht - Marburg gegen Gewalt": Einblick in eine Kooperation von Universität und Kommune
 

Skripte etc.

Die Folien der Vorträge sowie Mitschnitte der Vorträge und der Diskussion sind hier bereitgestellt: einsicht.

 

Abstract

In der Theorie lassen sich strukturelle Voraussetzungen für effektive und nachhaltige Gewaltprävention vergleichsweise eindeutig definieren. Anti- Gewaltarbeit wirkt demnach dort am besten, wo sie auf lokaler Ebene zentral koordiniert wird – das haben internationale Forschungsergebnisse bestätigt.

Diese programmatische Leitlinie möchte die Universitätsstadt Marburg auch für die Gestaltung der Präventionspraxis vor Ort nutzbar machen. Mit diesem Auftrag ist im Mai 2013 "EinSicht – Marburg gegen Gewalt" als Kooperationsprojekt mit der AG Sozialpsychologie der Philipps-Universität ins Leben gerufen worden. In Marburg wurden und werden bereits 80 bis 90  Präventionsprogramme gegen Gewalt angeboten. Kooperation und Koordination der verschiedenen Programme bzw. der durchführenden Organisationen erfolgen jedoch nur punktuell.

"EinSicht – Marburg gegen Gewalt" richtet sich daher in erster Linie auf eine Verknüpfung und Ergänzung dieser Angebote an inhaltlichen, räumlichen und institutionellen Schnittstellen. Ungeachtet der erwiesenen Vorzüge solcher koordinierenden Präventionsansätze bedeutet deren praktische Umsetzung in politisch-organisationale Strukturen jedoch auch in Marburg eine große Herausforderung.

Anhand der empirischen Eindrücke des ersten Projektjahres möchten wir zeigen, wie ein Gewaltpräventionsprojekt als Wissenschaft-Politik-Praxis-Kooperation auf kommunaler Ebene aussehen kann, welche Gelingensfaktoren, aber auch Hindernisse dabei eine Rolle spielen. Ein Schlaglicht soll bei diesem Einblick auf unterschiedlichen Vorstellungen von Gewalt liegen, die wesentlich für die favorisierte Ausrichtung von Handlungsstrategien sind und so die Präventionsarbeit im Feld maßgeblich prägen.

 
http://www.online.uni-marburg.de/isem/sose14/prots/v3.htm
11.06.2014 Verantwortlich: Prof. Dr. H. Kuni