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Philipps-Universität
Marburg
Konflikte in Gegenwart und Zukunft

Inhaltliche Verweise zum Interdisziplinären Seminar im Wintersemester 2016/2017 zu

Westliche Interventionen in der arabischen Welt

Vortragend

14.11.2016
Westliche Interventionen in der arabischen Welt
 

Skripte etc.

Die Mitschnitte des Vortrags und der Diskussion sind hier bereitgestellt: westlicheinterventionen.

 

Abstract

Bereits vor dem 1. Weltkrieg hatten westliche Kolonialmächte die Ressourcen der arabischen Welt entdeckt. Die beiden Diplomaten Sykes (Großbritannien) und Picot (Frankreich) vereinbarten im Jahre 1916 – also mitten während des 1. Weltkrieges – die Aufteilung der Region unter sich.

Während des Krieges 1980 bis 1988 zwischen Irak und Iran unterstützten westliche Staaten offen Saddam Hussein, der die islamische Revolution eindämmen sollte. Die US-Regierung belieferte jedoch auch Iran mit Satellitenaufnahmen sowie mit Waffen, was erst der Iran-Contra-Skandal offen legte. 1990 überfiel Irak Kuwait, was 1991 zu einer US-geführten Militärinvention in Irak führte.

Der Krieg 2003 wurde mit angeblichen Massenvernichtungen im Irak seitens der britischen und US-amerikanischen Regierung begründet – was sich als unzutreffend heraus stellte. Der Sturz von Saddam Hussein, der als sunnitischer Diktator bis dahin die schiitische Mehrheit im Irak unterdrückt hatte, führte zu einer Verschiebung der schiitisch-sunnitischen Machtbalance, deren Auswirkungen bis heute in den Kriegen in Syrien und Jemen anhält

 
http://www.online.uni-marburg.de/isem/WS16_17/prots/v4.htm
10.01.2017 Verantwortlich: Prof. Dr. H. Kuni