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Philipps-Universität
Marburg
Konflikte in Gegenwart und Zukunft

Inhaltliche Verweise zum Interdisziplinären Seminar im Sommersemester 2018 zu

Klassismus – eine Einführung

Vortragend

25.06.2018
Klassismus – eine Einführung
 

Skripte etc.

Dieser Vortrag musste leider kurzfristig ausfallen: klassismus.

 

Abstract

Klassismus bezeichnet die klassenbezogene strukturelle Diskriminierung und Unterdrückung. „Klassenbezogenheit“ meint Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft (z. B. Schüler_innen, deren Eltern arm sind) oder der sozialen/ökonomischen Position (z. B. Menschen, die auf ALG II angewiesen sind). „Diskriminierung“ bezieht sich hierbei nicht nur auf Vorurteile, sondern in einem umfassenderen Sinn Ausbeutung, Marginalisierung, Gewalt, Macht und Kulturimperialismus.
Klassismus würdigt Menschen herab, enthält ihnen Ressourcen vor und behindert die Partizipation von armen und einkommensschwachen Gruppen. Die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft wird bisher kaum in gesellschaftlichen und politischen Debatten oder in der Antidiskriminierungsarbeit thematisiert. Dabei ist Klassismus eine weit verbreitete Form der Diskriminierung: Es gibt kaum einen gesellschaftlichen Bereich und keine Institution, die nicht von Klassismus geprägt ist. Klassismus ist hierbei häufig mit anderen Machtverhältnisse wie Rassismus, Heteronormativität oder Ableismus verflochten.
In dem Vortrag wird zunächst die Entstehungsgeschichte des Begriffs „Klassismus“ dargestellt. Es wird auch auf kritische Auseinandersetzungen mit dem Klassismus Begriff eingegangen. Anschließend werden Eckpunkte einer Klassismustheorie dargestellt. Schließlich werden verschiedene antiklassistische Ansätze in der Praxis beschrieben und diskutiert.

 
http://www.online.uni-marburg.de/isem/SoSe18/prots/v6.htm
08.03.2018 Verantwortlich: Lukas Drees