Fehlermeldung

  • Warning: Illegal string offset 'field' in DatabaseCondition->__clone() (Zeile 1901 von /home/projekte/hrb/includes/database/query.inc).
  • Warning: Illegal string offset 'field' in DatabaseCondition->__clone() (Zeile 1901 von /home/projekte/hrb/includes/database/query.inc).
  • Warning: Illegal string offset 'field' in DatabaseCondition->__clone() (Zeile 1901 von /home/projekte/hrb/includes/database/query.inc).
  • Warning: Illegal string offset 'field' in DatabaseCondition->__clone() (Zeile 1901 von /home/projekte/hrb/includes/database/query.inc).
  • Warning: Illegal string offset 'field' in DatabaseCondition->__clone() (Zeile 1901 von /home/projekte/hrb/includes/database/query.inc).
  • Warning: Illegal string offset 'field' in DatabaseCondition->__clone() (Zeile 1901 von /home/projekte/hrb/includes/database/query.inc).

Informationen zum Projekt und zur Toolbox

Zum Kontext dieser Toolbox

Diese Toolbox ist im Rahmen des Forschungsprojekts Habitusreflexive Beratung im Gründungsprozess entwickelt worden. Das Projekt wurde von September 2007 bis Juni 2011 im Rahmen des Programms "Power für Gründerinnen" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt, zu Ergebnissen und zu Publikationen finden Sie auf der Projekthomepage unter www.entrepreneuresse.de

Zur Benutzung dieser Toolbox

Die Wirkung, die sich durch den Einsatz von bestimmten Methoden und Techniken innerhalb der Beratung von Existenzgründerinnen und -gründern erzielen lässt, ist nicht nur von der Methode selbst, sondern vor allem von ihrer angemessenen Verwendung in der konkreten Situation abhängig. Eine erste Herausforderung besteht immer darin, zunächst eine adäquate Methode für die jeweilige Zielsetzung auszuwählen. Um diesen Prozess zu erleichtern, können die innerhalb der Online-Toolbox verfügbaren Methoden und Tools nach unterschiedlichen Merkmalen sortiert bzw. ausgewählt werden. Auch für die in diesem Kapitel vorgestellten Methoden werden diese Merkmale angegeben, um so eine reflexive Methodenwahl und die Herstellung von adäquaten methodische Settings in der Beratungspraxis zu ermöglichen.

Die in dieser Toolbox versammelten Methoden und Techniken sollen lediglich Anregungen für die tägliche Beratungspraxis geben. Eine theoretische Fundierung und professionelle Reflexion dieser Methoden ist von großer Bedeutung, daher sollte bevor eine Methode praktisch zum Einsatz kommt, die jeweils benannte weiterführende Literatur zur Kenntnis genommen werden und nach Möglichkeit eine entsprechende Weiterqualifizierung für die jeweilige Methode wahrgenommen werden.

A) Reflexionsdimension

An erster Stelle kann das Merkmal der Reflexionsdimension genannt werden. Damit wird der Fokus und Gegenstand der Reflexionsmethode bezeichnet, also z.B. ob sich die Methode auf die Gründerin oder auf die organisationalen Kontexte von Beratung bezieht. Entlang dieser fünf unterschiedlichen Reflexionsdimensionen ist sowohl Kapitel 3 als auch die Methodenpräsentation in diesem Kapitel des Manuals strukturiert.

B) Sozialform

Darüber hinaus lassen sich Methoden nach ihrer Sozialform systematisieren, also z.B., ob sie in Gruppen- oder in Einzelgesprächen zum Einsatz kommen. Unterschieden werden hierbei folgende Sozialformen:

  • Einzelarbeit/Einzelberatung: Selbstständiges Arbeiten einer Person und Anleitung durch oder Beratung einer Person durch Beraterin bzw. Berater
  • Partnerarbeit: Gemeinschaftliches Arbeiten zweier Personen (z.B. einem Gründungsteam) und Anleitung durch Beraterin bzw. Berater
  • Kleingruppenarbeit: Arbeit in Gruppen zwischen 3 und 10 Personen nach Anleitung durch Beraterin bzw. Berater (z.B. im Rahmen eines Workshops)
  • Plenararbeit: Arbeit in einer Gruppe zwischen 10 und 50 Personen (z.B. in einem Existenzgründungsseminar) und Anleitung durch Beraterin bzw. Berater
  • Großgruppenarbeit: Arbeit in einer großen Gruppe ab 30 Personen bis hin zu sehr großen Gruppen von mehreren hundert Personen

B) Reflexionsmedium

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist das Reflexionsmedium, also die Frage danach, welches Medium die Methode nutzt, um Reflexionsprozesse anzuregen. Hierbei können unterschieden werden:

  • Mündlich, z.B. der Dialog im Beratungsgespräch
  • Schriftlich, z.B. das Ausfüllen eines Fragebogens
  • Darstellerisch, z.B. ein Rollenspiel
  • Gestalterisch, z.B. eine graphische Skizze

C) Reflexionsmodus

Hiervon zu trennen ist das Merkmal des Reflexionsmodus. Eine Einteilung nach dem Modus der Reflexion zielt auf die Art und Weise ab, durch die eine reflexive Positionierung ermöglicht wird; dies kann etwa in der Form von Frage und Antwort oder durch eine geschlossene Erzählung erfolgen. Es werden folgende Reflexionsmodi unterschieden:

  • Interrogativ: Reflexionsprozesse werden durch Fragen und Nach-Fragen hervorgebracht; die Fragen (meist die der Beraterin / des Beraters) geben der Reflexion eine Richtung, öffnen den Blick der Reflektierenden für bestimmte relevante Sachverhalte etc.
  • Explikativ: Reflexionsprozesse werden durch Erklärungen bzw. Erklärungsversuche hervorgebracht; durch den Versuch, bestimmte Vorgehensweisen im Gründungsprozess, bestimmte Entscheidungen etc. dem Gegenüber (meist dem Berater / der Beraterin) zu erläutern, findet eine Fokussierung des „Warum?“ des eigenen Handelns statt, das auch die Frage nach Alternativen einschließen kann („Warum so und nicht anders?“)
  • Narrativ: Reflexionsprozesse werden durch Erzählungen hervorgebracht; eine Erzählung bzw. eine Geschichte hat immer eine bestimmte Struktur (Einführung in die Szene, sequentielle Schilderung der Ereignisse, Pointe), die in besonderem Maße geeignet ist, Handlungen und Handlungsorientierungen der Erzählenden nachzuvollziehen und diese so reflexiv zugänglich zu machen
  • Diskursiv: Reflexionsprozesse werden durch die Diskussion in einer Gruppe hervorgebracht; durch den Austausch mit anderen Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer werden die eigenen Meinungen, Sichtweisen und Orientierungen als subjektive erfassbar und einer Reflexion und Veränderung zugänglich
  • Assoziativ: Reflexionsprozesse werden durch Assoziieren hervorgebracht; indem Verbindungen zwischen unterschiedlichen Tatbeständen (Einstellungen, Handlungen etc.) auch ohne kausalen oder logischen Bezug hergestellt werden, können auch nicht-offensichtliche Beziehungen reflexiv zugänglich gemacht werden
  • Kreativ: Reflexionsprozesse werden durch kreativ-gestalterische Prozesse hervorgebracht; durch kreative Vorgehensweisen werden Rationalisierungen vermieden und so z.B. vorreflexive Haltungen als Grundlage bestimmter Handlungsweisen zugänglich