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Beteiligte

Julian Blunk
Julian Blunk
Julian Blunk

Dr. Julian Blunk

Julian Blunk ist seit Juni 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstwissenschaft und Ästhetik der Universität der Künste Berlin.

  • Studium der Kunstgeschichte und der Film- und Fernsehwissenschaften in Bochum
  • Abschluss mit einer Arbeit über Andrea Pozzos Fresken in Sant'Ignazio.
  • Promotion im Rahmen des Internationalen Graduiertenkollegs 625 "Institutionelle Ordnungen, Schrift und Symbole" der TU Dresden und der EPHE Paris mit der Arbeit "Das Taktieren mit den Toten. Die französischen Königsgrabmäler in der Frühen Neuzeit" (ersch. bei Böhlau, 2011).

Projekt: "Stil in der filmischen Künstlerbiografie"

Filmische Künstlerbiografien werden nicht selten in dem vom Filmhelden kultivierten »Duktus« gestaltet. Trotz ihres durchaus überschaubaren Fundus narrativer Versatzstücke gelangen die Bio-Pics proportional zum vermeintlichen Grad der »Authentizität« ihrer medialen Stiltransfers zu höchstem Ansehen. Dabei operieren sie – wohl vor allem wegen der unleugbaren Sperrigkeit gerade ihrer Kernthemen der Inspirations- oder Schaffensakte in Bezug auf ihre Verfilmbarkeit – zwangsläufig mit erheblichen Verfälschungen ihrer Referenzwerke: Elaborierte Kompositionen/Allegorien werden in vom Filmhelden beobachtete tableaux vivants übersetzt, um die Dimension Zeit erweitert und so in mehr oder minder kausale Narrationen eingebunden. Im Projekt soll nach den Ursachen und Methoden der filmischen Beschäftigung mit den Größen aus bildender Kunst oder Architektur gefragt werden: Wie begründet und legitimiert sich das signifikant übersteigerte »Stilwollen« des Filmgenres, inwiefern wird es den eigenen Ansprüchen und denen seiner historischen Referenzgrößen gerecht – und inwieweit lässt seine Analyse möglicherweise Rückschlüsse auch auf andere Filmgenres zu?

Evelyn Echle
Evelyn Echle
Evelyn Echle

Evelyn Echle

Evelyn Echle (*1975), M.A.

  • Nach einem Print-Volontariat und mehrjähriger Tätigkeit als Tageszeitungsredakteurin Studium der Film- und Fernsehwissenschaft, Literaturwissenschaft und Pädagogik in Bochum und Zürich.
  • Seit 2008 Doktorandin und Dozentin an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg sowie an der Universität Zürich mit einem Dissertationsprojekt zum Ornament als ästhetisches Prinzip der Raumkonstruktion im Stummfilm (gefördert von der Studienstiftung des deutschen Volkes).
  • Autorin des Buches "Danse Macabre im Kino. Die Figur des personifizierten Todes als filmische Allegorie" (2009)
  • Seit 2007 Mitherausgeberin der Zeitschrift "montage AV" (Berlin/Marburg).

Forschungsschwerpunkte

u.a. Mediengeschichte und Bildtheorie des Films.

Projekt: "Die Frage nach dem Grund - Das Ornament als stilistische Instanz für eine Ordnung des Sichtbaren im Film der 1920er Jahre".

Prof. Dr. Malte Hagener
Malte Hagener
Prof. Dr. Malte Hagener

Prof. Dr. Malte Hagener

Malte Hagener ist Professor für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Geschichte, Ästhetik und Theorie des Films an der Philipps-Universität Marburg.

Forschungsschwerpunkte

Film- und Mediengeschichte, Filmtheorie, Medienbildung

Veröffentlichungen

  • Filmtheorie zur Einführung (mit Thomas Elsaesser), Hamburg: Junius 2007 (Übersetzungen ins italienische, englische, französische, koreanische).
  • Moving Forward, Looking Back. The European Avant-garde and the Invention of Film Culture, 1919-1939, Amsterdam University Press 2007).

Teilprojekt: Splitscreen

Unter welchen Bedingungen und in welchen Zusammenhängen - etwa Avantgarde, Art Cinema oder Blockbusterkino - findet sich die Splitscreen als ostentativ vordergründige Technik?

Homepage

www.uni-marburg.de/fb09/medienwissenschaft/institut/lehrende_medwiss/hagener

Julian Hanich
Julian Hanich
Julian Hanich

Prof. Dr. Julian Hanich

Julian Hanich, geb. 1975, ist seit August 2012 Assistant Professor of Film Studies an der Universität Groningen (Niederlande).

  • Zwischen 2009 und 2012 filmwissenschaftlicher Mitarbeiter am Exzellenzcluster "Languages of Emotion" der Freien Universität Berlin.
  • Studium der Nordamerikastudien, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte in Berlin, Berkeley und München. Promotion an der Freien Universität Berlin
  • Forschungsaufenthalte an der UCLA und der Universtität Amsterdam.
  • 2010/11 Vertretung einer medienwissenschaftlichen Juniorprofessur an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Veröffentlichungen

Im Jahr 2010 ist seine Monographie Cinematic Emotion in Horror Films and Thrillers. The Aesthetic Paradox of Pleasurable Fear (New York: Routledge) erschienen, eine ästhetisch-phänomenologische Studie zum Vergnügen an der Angst im Kino. Aufsatzveröffentlichungen in New Review of Film and Television Studies, Jump Cut - A Review of Contemporary Media, Film-Philosophy, Nach dem Film, Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft und Amerikastudien: unter anderem zum Melodram, zum filmischen Ekel, zur Internetpornographie, zum Lachen und Weinen im Kino, zur Phänomenologie der Publikumsgefühle, zu Friedrich Wilhelm Murnau und Dominik Graf. Julian Hanich arbeitet zudem als freier Filmkritiker für den Berliner Tagesspiegel.

Homepage

www.julianhanich.de

Dr. Tina Hedwig Kaiser
Tina Hedwig Kaiser
Dr. Tina Hedwig Kaiser

Dr. Tina Hedwig Kaiser

Dr. Tina Hedwig Kaiser arbeitet als Autorin, Lehrbeauftragte, Bild- und Filmwissenschaftlerin sowie dramaturgische Beratung und Drehbuchkorrektorin für Spiel- und Dokumentarfilme.

  • Studium der Kunst-, Film- und Kulturwissenschaften in Berlin und Lüneburg.
  • Magisterarbeit "Flaneure im Film. La notte und L' eclisse von Michelangelo Antonioni" (Forschungspreis der Universität Lüneburg)
  • 2008 Doktorarbeit "Aufnahmen der Durchquerung - Das Transitorische im Film"
    (erschienen bei Transcript Bielefeld)

Projekt: "Bewegtbilder zwischen Figur und Grund"

Das Projekt untersucht Filmbilder als Fortentwicklung des kunsthistorischen Begriffs des Fernbildes nach Konrad Fiedler. Bildkompositorische Mittel wie Schärfe und Unschärfe, Fläche und Tiefe werden innerhalb der dem Medium eigenen zeitlichen Dimension und in Konzentration auf die Kameraarbeit neu verhandelt. Die Bilder des Films werden so anhand dessen, was sie rein bildtechnisch betrachtet liefern, und jenseits eines narrativen Diskurses, analysiert. Dazu werden u.a. kunstwissenschaftliche Studien von Konrad Fiedler, Alois Riegl und Rudolf Arnheim hinzugezogen und in die Medienwissenschaft anhand des Schlüsselbegriffs eines bewegten Fernbildes übertragen. So liefert z.B. das Stilmittel der Kamerafahrt neue Bildlichkeiten zwischen Durch- und Aufsicht. Ein Flächen-Tiefen-Paradoxon, das innerhalb der Kunstgeschichte als Nah-Ferne-Diskurs diskutiert wurde, lässt sich dabei innerhalb der Bildsequenzen beobachten. Hier treffen sich die von Alois Riegl einst beschriebenen optisch-fernsichtigen und plastisch-nahsichtigen Eigenschaften neu. Fragen nach haptischer Visualität, dem Optisch-Unbewussten sowie ästhetischer Immersion und dem Bild als Akt schließen sich an.

Veröffentlichungen

  • Aufnahmen der Durchquerung - Das Transitorische im Film. Bielefeld, 2008
  • Flaneure im Film - La Notte und L'Eclisse von Michelangelo Antonioni. Marburg, 2007
  • Zwischen Bildern (Editorial und Redaktion, gemeinsam mit Inga Schaub und Iris Laner). In: kunsttexte.de, Sektion Bild-Wissen-Technik, Ausgabe 1/12. Berlin, 2012
  • Schärfe, Fläche, Tiefe - Wenn die Filmbilder sich der Narration entziehen. Bildnischen des Spielfilms als Verbindungslinien der Bild- und Filmwissenschaft. In: Sachs-Hombach, Klaus u.a. (Hg.): IMAGE - Zeitschrift für interdisziplinäre Bildforschung. Köln, 2012 (im Erscheinen)
  • Beau travail - Die Bildarbeit der Agnès Godard. In: Katalog des Marburger Kamerapreises: Preisträgerin 2012 Agnès Godard. Marburg, 2012
  • Leaves in the wind - some thoughts on the almost forgotten kinship between film and image. In: Bürner, Susanne (Hg.): LEAVES. Genf, 2011
  • Dislokationen des Bildes. In: Sachs-Hombach, Klaus u.a. (Hg.): IMAGE - Zeitschrift für interdisziplinäre Bildforschung. Köln, 2010
Dr. Dietmar Kammerer
Dietmar Kammerer
Dr. Dietmar Kammerer

Dr. Dietmar Kammerer

Dietmar Kammerer ist Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg.

Forschungsschwerpunkte

Filmtheorie und Filmästhetik; Kultur, Ästhetik und Geschichte von Überwachung und Kontrolle; Bilder der Populärkultur

Veröffentlichungen

  • Bilder der Überwachung. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2008.
  • Vom Publicum. Das Öffentliche in der Kunst. Bielefeld: Transcript 2012 (=Herausgeberschaft)

Teilprojekt

Die medialen Voraussetzungen und die stilistischen Varianten des stillgestellten Bewegungsbildes.

Vorarbeit

»Frontalansichten. Jeden Tag ein Bild von sich machen«, in: Winfried Pauleit/Christine Rüffert/Karl-Heinz Schmid (Hg.): Public Enemies. Film zwischen Identitätsbildung und Kontrolle. Berlin: Bertz + Fischer, S. 141-151.

Homepage

www.uni-marburg.de/fb09/medienwissenschaft/institut/lehrende_medwiss/kammerer

Prof. Dr. Eva Kernbauer
Eva Kernbauer
Prof. Dr. Eva Kernbauer (Universität für angewandte Kunst Wien)

Prof. Dr. Eva Kernbauer (Universität für angewandte Kunst Wien)

  • Studium der Kunstgeschichte in Wien und Berlin, Promotion in Trier (2007). Forschungaufenthalte am Yale Center for British Art, am Centre allemand d'histoire de l'art, Paris und bei eikones, Basel.
  • 2004-2006 Junior Fellowship am IFK Vienna. 2008-2011 Wissenschaftliche Assistenz für Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart, Universität Bern. 2011-2012
  • Projektleitung "Geschichtsbilder der Gegenwart" (APART-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Projekt: "Das Undokumentarische in der zeitgenössischen Kunst"

Das Teilprojekt beschäftigt sich mit der Adaption und Subversion dokumentarischer Praktiken in zeitgenössischen Kunstprojekten, insbesondere in den Film- und Videoarbeiten von Yael Bartana, Tacita Dean, Harun Farocki/Andrei Ujica, Deimantas Narkevičius und Apichatpong Weerasethakul.
Es zielt auf eine Analyse derjenigen filmischen Mittel (des spezifischen Einsatzes von Found Footage, Voice-Over-Kommentaren und Montagepraktiken) zur Erzeugung von Text-Bild-Relationen, durch die sich diese Arbeiten kritisch von gängigen dokumentarischen Formaten absetzen.

Vorarbeit

  • "Once upon a time: Zu Apichatpong Weerasethakuls Primitive", in: Texte zur Kunst, 75, September 2009, S. 171-176.
  • "Establishing Belief: Harun Farocki and Andrei Ujica, Videograms of a Revolution", in: Grey Room, 41/Fall 2010, S 72-87.
  • "Krieg spielen: Bruce Conners Crossroads (1975)", in: Tobias Nanz/Johannes Pause (Hg.), Das Undenkbare filmen: Der Atomkrieg im Kino, Bielefeld:Transcript (erscheint 2012).
Guido Kirsten
Guido Kirsten
Guido Kirsten

Guido Kirsten

Guido Kirsten (*1979)

  • Studium der Filmwissenschaft (sowie der Soziologie und Philosophie) an der Universität zu Köln, der Sorbonne Nouvelle (Paris III) und der Freien Universität Berlin.
  • Von 2007 bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt «Zurück zur Leinwand» an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
  • Seit Oktober 2009 Mitarbeiter im NCCR Mediality: Medienwandel - Medienwechsel - Medienwissen der Universität Zürich mit einem Dissertationsprojekt zur Theorie und Geschichte des filmischen Realismus.
  • Diverse Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Sammelbänden.
  • Herausgeber (gemeinsam mit Karl Sierek) von Das chinesische Kino nach der Kulturrevolution (2011)
  • seit 2007 Mitherausgeber der Zeitschrift montage AV, verantwortlich insbesondere für die Hefte «Warum Bazin» (1/2009) und «Filmologie/Soziologie» (2/2010).

Forschungsschwerpunkte

Aspekte des Realismus im Film, Filmtheoriegeschichte, Theorien des filmischen Raums

Projekt: Wes Andersons «signature style»

Wie kaum ein anderer hat der US-amerikanische Regisseur Wes Anderson im Verlauf seines Werks einen ostentativen signature style entwickelt. Dieser soll in seinen verschiedenen Parametern und deren Zusammenspiel erfasst und in seiner Genese und Evolution vom ersten Spielfilm Bottle Rocket bis zum bis dato letzten, Moonrise Kingdom, nachgezeichnet werden. Es steht zu hoffen, dass sich aus der Analyse dieses sehr offensichtlichen Beispiels eine Schärfung des Stil-Begriffs gewinnen lässt. Für diesen wäre allgemein zu fragen, ob das Moment der Iteration ein notwendiger Bestandteil seines Verständnisses ist und ferner, wie er gegen verwandte Begriffe wie den der «Erzählweise» auszudifferenzieren wäre (und wie sich das Verhältnis von Stil und Narration überhaupt fassen lässt).

Kristina Köhler
Kristina Köhler
Kristina Köhler

Kristina Köhler

Diplom-Kulturwissenschaftlerin (Medien), Studium der Medien-, Film- und Theaterwissenschaften in Brüssel, Weimar und Lyon.

  • 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin am International Graduate Centre for the Study of Culture der Justus-Liebig-Universität Gießen.
  • Seit 2008 wissenschaftliche Assistentin, Lehrbeauftragte und Doktorandin am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich mit dem Dissertationsprojekt »Im Sinnesrausch der Bewegung. Die Rede vom Tänzerischen als medientheoretische Reflexion des Films in der Moderne (1895 bis 1935)«.
  • Initiantin und Leiterin der interdisziplinären Forschungsgruppe FilmWissen, die 2008/2009 als Peer-Mentoring-Projekt von der Universität Zürich gefördert wurde.
  • Von September 2012 bis August 2013 Archiv- und Forschungsaufenthalt in Berlin: Stipendiatin des Schweizerischen Nationalfonds und Gastforscherin an der Universität der Künste Berlin.
  • Mitherausgeberin des Bandes Serielle Formen: Von den frühen Film-Serials zu aktuellen Quality-TV- und Onlineserien (Marburg 2011), seit 2010 Mitherausgeberin der Zeitschrift Montage AV.

Forschungsschwerpunkte

Geschichte der Filmtheorie, Film- und Mediengeschichte, Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts, Theorien der Körperlichkeit und Bewegung, Fernsehserien und historische Fernsehtheorien.

Projekt

»Wenn die Kamera die Tanzlust packt«: Film–Bild–Körper im Taumel des Tänzerischen (Arbeitstitel).

Adina Lauenburger
Adina Lauenburger
Adina Lauenburger

Adina Lauenburger

Seit April 2012 Lehrkraft für besondere Aufgaben am Lehrstuhl für Medienwissenschaft der Universität Regensburg.

  • Studium der Neueren deutschen Literatur, Theaterwissenschaft und Psychologie in Berlin.
  • 2005-2007 DFG-Stipendiatin des Graduiertenkollegs »Mediale Historiographien« der Universitäten Weimar, Erfurt und Jena
  • Herbst 2007 Visiting Fellow am Department of German der Northwestern University, Evanston/USA.
  • 2008-2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin am »Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie« (IKKM) in Weimar.

Forschungsschwerpunkte

Film- und Mediengeschichte, Bildtheorie, Videobild und analoge Medien, Konzepte des filmischen Raums mit Schwerpunkt Unschärfe.

Dissertationsprojekt

Bildgründe. Im Unschärfebereich des kinematographischen Bildes

Mühelos lässt sich Unschärfe als Stilmittel des Films ausmachen, besonders wenn es um die Darstellungsmöglichkeiten subjektiver Ansichten oder Zustände geht. Solcherart gehört sie zu den stilistischen Merkmalen des späten Stummfilms, etwa bei Großaufnahmen. So ist sie für André Bazin »die logische Konsequenz aus der Montage, ihre bildhafte Entsprechung.« Bei Montagepraktiken, die - ohne auf den Stummfilm beschränkt zu sein - im Unschärfebereich des Filmbildes operieren (Doppelbelichtung, Überblendung, Rückprojektion), lassen sich so Stilfiguren des Unscharfen als theoretische Gründungsfiguren finden. Schärfentiefe dagegen wird filmhistorisch mit dem Tonfilm und dem gegen die klassische Montage gewendeten räumlichen Realismus assoziiert. Der Projektbeitrag zeigt jedoch, dass beide der ästhetisch aufgewerteten räumlich-realistischen Bildstruktur eingeschrieben sind und stets aufeinander bezogen bleiben.

Fabienne Liptay
Fabienne Liptay
Fabienne Liptay

Prof. Dr. Fabienne Liptay

Juniorprofessorin für Filmgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München


Forschungsschwerpunkte

Bildlichkeit, Erzählformen und Medialität des Films, Interart Relations, Cinéma d'exposition


Veröffentlichungen

Monografie zum Märchenfilm (WunderWelten, Gardez! 2004)

Sammelbände unter anderem zum unzuverlässigen Erzählen (Was stimmt denn jetzt?, et+k 2006), zum Dialog zwischen Literatur und Film in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Grauzonen, et+k 2010) sowie zum Verhältnis von Film und Bildender Kunst (FilmKunst, Schüren 2011).

Mitherausgeberin der Vierteljahrsschrift Film-Konzepte.


Projekt

»Transparenz und Opazität« – Grundbegriffe filmgeschichtlicher Stilforschung


Homepage

www.kunstgeschichte.uni-muenchen.de/personen/prof_uni/liptay/index.html

Prof. Dr. Volker Pantenburg
Volker Pantenburg
Prof. Dr. Volker Pantenburg

Prof. Dr. Volker Pantenburg

Volker Pantenburg ist Juniorprofessor für Bildtheorie mit dem Schwerpunkt Bewegtbildforschung an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar und Juniordirektor des Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM).

Forschungsschwerpunkte

Film- und Mediengeschichte, Filmtheorie, Medienbildung

Veröffentlichungen

  • Film als Theorie. Bildforschung bei Harun Farocki und Jean-Luc Godard (2006) und Ränder des Kinos. Godard – Wiseman – Benning – Costa (2010).
  • Zuletzt erschien der Band Screen Dynamics. Mapping the Borders of Cinema (2012), den er gemeinsam mit Gertrud Koch und Simon Rothöhler herausgegeben hat.

Projekt

Im Netzwerk »Filmstil« verfolgt er ein Projekt, das sich mit dem Phänomen der Kamerabewegung auseinandersetzt und insbesondere den horizontalen Schwenk auf seine ästhetischen, blickpolitischen und stilistischen Eigentümlichkeiten befragt.

Drehli Robnik
Drehli Robnik
Drehli Robnik

Dr. Drehli Robnik

Forschungsprojekt "Political Aesthetics of Contemporary European Horror Film”, gefördert vom FWF, Ludwig Boltzmann-Inst. für Geschichte und Gesellschaft, Wien

  • Studium Film- und Medienwissenschaft in Wien und Amsterdam; Promotion 2007, Universität Amsterdam
  • 2008 - 2010 FWF-Forschungsprojekt "Geschichtlichkeit des Films anhand von Hollywoods Rückblicken auf den Zweiten Weltkrieg"
  • Tätigkeit seit 1995 als externer Lehrbeauftragter in Filmwissenschaft: Universität Wien, Masaryk Universität Brno, Goethe-Universität Frankfurt/M., Universität für Angewandte Kunst.
  • Filmkritiker, Fachbuchrezensent, Glossist (u.a.: Bildpunkt, kolik.film, Camera Austria)

Veröffentlichungen

  • Publikationen zur Theorie, Ästhetik und Geschichte von Kino, v.a. Nationalsozialismus im Film, Kriegsfilm, Horrorfilm, Beziehung Film/Geschichte/Politik
  • Monografie: Film ohne Grund. Filmtheorie, Postpolitik und Dissens bei Jacques Rancière. Wien, Berlin: turia+kant 2010
  • Monografie: Geschichtsästhetik und Affektpolitik. Stauffenberg und der 20. Juli im Film 1948-2008. Wien: Turia+Kant 2009
  • Hrsg. mit Thomas Hübel, Siegfried Mattl: Das Streit-Bild. Film, Geschichte und Politik bei Jacques Rancière. Wien, Berlin: turia+kant 2010
  • "Kino im Zeichen der Zombies. Untote Filmfiguren als Denkbilder in politischen Filmtheorien" in: Fürst, Krautkrämer, Wiemer (Hg.): Untot. Zombie_Film_Theorie. München: Belleville 2010
  • "Running on Failure: Post-Politics, Democracy and Parapraxis in Thomas Elsaesser´s Film Theory", Senses of Cinema 55, 2010, http://www.sensesofcinema
  • "Siegfried Kracauer" in: Felicity Colman (Hg.): Film, Theory and Philosophy: The Key Thinkers. London: Acumen 2009
Dr. Chris Wahl
Chris Wahl
Dr. Chris Wahl

Dr. Chris Wahl

Geboren 1974 in Stuttgart.

  • Studium und Promotion an der Ruhr Universität Bochum
  • Auslandssemester an der Escola Superior de Teatre e Cinema in Lissabon
  • Zusatzstudium Deutsch als Fremdsprache in Bochum und am Goethe-Institut Curitiba (Brasilien)
  • 2005-2008 DFG-Projekt "Die Sprachversionsfilme der Ufa"
  • 2010/2011 DFG-Projekt "Zeitlupe und Mehrfachbelichtung"
  • derzeit wiss. Mitarbeiter an der HFF "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg.

Forschungsschwerpunkte

Deutsche Filmgeschichte der Nachkriegszeit, Filmstil, Audiovisuelles Kulturerbe, Film und Übersetzung

Projekt: "Zeitlupe und Mehrfachbelichtung"

Im Projekt "Zeitlupe und Mehrfachbelichtung. Zwei filmische Stilmittel im Kontext einer (audio-)visuellen Ästhetik" sollen am Beispiel zweier in der Filmgeschichte sehr prägnanter und doch bis heute wissenschaftlich kaum untersuchter Stilmittel - der Zeitlupe und der Mehrfachbelichtung - die Nahtstellen (audio-)visueller Gestaltung so untersucht werden, dass ein besseres Verständnis der ästhetischen Übertragsleistung und Befruchtung zwischen verschiedenen filmischen Kategorien (Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilm, Werbeclip und Musikvideo) und zwischen verschiedenen (audio-)visuellen Medien (Fotografie, Stumm- und Tonfilm sowie Videokunst) möglich wird.

Christina Wehnert
Christina Wehnert
Christina Wehnert

Christina Wehnert, M.A.

Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie der deutschen Literatur in Marburg und Istanbul.

  • Seit 2014 wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Neuere deutsche Literatur der Universität Marburg.
  • 2013 wissenschaftliche Hilfskraft und Tutorin am Institut für Medienwissenschaft der Universität Marburg.
  • 2009 Forschungsaufenthalt in Paris, Förderung durch ein Stipendium des DAAD.

Mitarbeiterin und Teilnehmerin am wissenschaftlichen Netzwerk "Filmstil".

Forschungsschwerpunkte

Filmgeschichte, Intermedialität, Literaturtheorie.

Projekt

Die Ästhetik der Collage in der Zeitschriftenliteratur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und in der Entwicklung des frühen Films.