Cucurbita verflŘssigt
Morinda citrifolia L.
Cucurbita verflŘssigt

Neue Suche? oder zur Anfangsseite? oder zur Hompage des Autors?

Synonyme: Morinda macrophylla Desf. ; Morinda corea Buch.-Ham.
Trivialnamen: Noni (Hawai); Indische Maulbeere; Indian Mulberry (Indien); Nono (Tahiti); Mengkudu (Malaysia)
Familie: Rubiaceae; Morindaceae
Merkmale: Baum; aus verletztem Stamm tritt roter Blutungssaft; Blatter gro├â┼Ş, gl├â┬Ąnzend dunkelgr├â┬╝n, mit sich deutlich absetzender, hellgr├â┬╝n bis gelber, unterseits hervortretender Nervatur; Frucht fein Fruchtverband (aus Steinfr├â┬╝chten), an eine 'harte Annone' erinnernd (ein Exemplar steht in den Schauh├â┬Ąusern des Botanischen Garten Marburg).
Heimat: Indien und Südostasien
Blütezeit: --
Bemerkungen: Im Internet gibt es reichlich Seiten ├â┬╝ber diese Pflanze, insbesondere wo man sie als Heilmittel in Pillen- oder Saftform kaufen kann. Aus der Frucht (eigentlich ein Fruchtverband aus Steinfr├â┬╝chten, da er sich aus vielen Einzelfr├â┬╝chten zusammensetzt und sogar die Kelchbl├â┬Ątter fleischig werden) wird ein heilsamer Saft gewonnen. Seit alters her eine Medizinalpflanze der Tropen wurde sie seit einigen Jahren auch von westlichen Forschern untersucht und die Heilwirkungen wurden in weiten Teilen best├â┬Ątigt. Unter den vielen Anwendungen sind hoher Blutdruck, Menstruationskr├â┬Ąmpfe, Arthritis, Magengeschw├â┬╝re, Verstauchungen und Verletzungen, Depression, Senilit├â┬Ąt, Verdauungsprobleme, Arteriosklerose, Drogenabh├â┬Ąngigkeit, Blutgef├â┬Ą├â┼Şerkrankungen, Tuberkulose und Astma und ist antiseptisch und schmerzstillend. Junge Bl├â┬Ątter k├â┬Ânnen als Gem├â┬╝se gekocht werden, sie dienen als Viehfutter (geschneitelt) und als Futter f├â┬╝r Seidenraupen.Als F├â┬Ąrbemittel dient die Rinde der Wurzel. Die Wurzeln (haben in Indien viele Lokalnamen, z.B. Al, Suranji, Bartondi, Ach, Mengkudu, Bangkudu) sind 1-12 mm dick, das Holz ist gelb, die leicht abl├â┬Âsbare Rinde ist au├â┼Şen rot- bis gelbraun und innen fast schwarz. Farbstoffe sind Morindon und Morindin, welche vermehrt in der Rinde lokalisiert sind. In Indien nur f├â┬╝r Baumwollf├â┬Ąrbung verwendet. Baumwolle waschen und trocknen, mit hei├â┼Şer Mischung aus Wasser, Soda (Natriumcarbonat, Na2CO3) und Rhizinus- oder Sesam├â┬Âl ├â┬╝bergie├â┼Şen, darin lassen bis sie wei├â┼Ş wird, dann herausnehmen und trocknen lassen. Fein gepulverte Morindawurzelrinde wird in Wasser gekocht, bis dieses tiefrot ist. Da hinein kommt die Baumwolle f├â┬╝r 3-4 Tage. Vorheriges Beizen mit Alaun ist empfehlenswert. In der Naturf├â┬Ąrberei wurden auch aluminiumhaltige Pflanzen zugesetzt, etwa Symplocos fasciculata oder Aporosa fructescens. Die F├â┬Ąrbung ist gut licht- und waschecht. Galt zu manchen Zeiten als ernsthafter Konkurrent zu Krapp, wurde viel in der Batikf├â┬Ąrberei verwendet.
Schlagwörter: Asien · Frucht · Technisch nutzbare Pflanze · Wurzel
Abbildungen:
Morinda citrifolia L.