Cucurbita verflüssigt
Morus alba L.
Cucurbita verflüssigt

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Trivialnamen: Weiße Maulbeere; Weißer Maulbeerbaum
Familie: Moraceae
Merkmale: laubabwerfender ein- bis zweihĂ€usiger Baum; BlĂ€tter dĂŒnn, fast kahl, wenig gelappt; FruchtstĂ€nde lĂ€nglich, weiß, hĂ€ngend, gestielt.
Heimat: China
Blütezeit: Mai (in Mitteleuropa)
Bemerkungen: Die Gattung hat 10 Arten (BĂ€rtels). Von diesen wird vor allem die Weiße Maulbeere als Futterpflanze der Seidenraupe verwendet. Die FruchtverbĂ€nde sind essbar (nur mĂ€ĂŸig gut), im Mittelalter wurde ein Wein aus daraus gemacht. Seit dem 16. Jh. auch in Europa angepflanzt. Seide wird aus dem Kokon des großen chinesischen Maulbeerspinners (Bombyx mori, Schmetterling) gewonnen. Die Seidenraupenzucht wurde 552 n. Chr. von byzantinischen Mönchen im Westen eingefĂŒhrt. Dabei gelang die Umstellung auf Morus nigra (wild im Iran) als Futterpflanze, mit M. alba erreicht man allerdings eine bessere SeidenqualitĂ€t. Unterscheidung zwischen M. alba, rubra, nigra siehe Fitschen.Die StaubblĂ€tter des Weißen Maulbeerbaumes sind gekrĂŒmmt und stehen unter großer Spannung. Diese entlĂ€dt sich schlagartig und so werden die Pollen in den Wind geschleudert. Diese Bewegung wurde 2006 als die schnellste Pflanzenbewegung ĂŒberhaupt erkannt. Sie beschleunigt den ausgeworfenen Pollen auf anfĂ€nglich bis zu Mach 0,7 (ĂŒber die HĂ€lfte der Schallgeschwindigkeit)! (Taylor et al. 2006: High-speed pollen release in the white mulberry tree, Morus alba L.. Sex Plant Reprod. 19:19-24). Einen Ă€hnlichen Mechanismus zeigt unsere Brennnessel, Urtica dioica.
Schlagwörter: Asien · Frucht · Futterpflanze · Obstpflanze
Abbildungen:
Morus alba L.