Anbau und Herkunft

 

Die Ingwerpflanze ist ursprünglich auf den pazifischen Inseln beheimatet. Heute wird Ingwer hauptsächlich in tropischen Gebieten, wie Indien, China, Australien und Jamaika kultiviert. Weitere Anbaugebiete sind Japan, Sri Lanka, Malaysia, Brasilien, Mexico, Afrika und die Antillen. Die Pflanze existiert heute nur noch in Kultur, d.h. nicht mehr wild. Mehr als zwei Drittel der Weltproduktion bleibt in den Anbauländern, weniger als ein Drittel wird exportiert. Der jährliche Export von China und Indien zusammengenommen beträgt etwa 16000t. England ist, neben Indien, der größte Ingwerverbraucher.


Die Vorgänge des Anbaus und der Ernte beginnen mit dem Einpflanzen von Rhizomstücken im Frühjahr. Dabei stellt Ingwer hohe Ansprüche an den Boden. Am besten wächst die Pflanze in gedüngtem und wechselndem Boden, und benötigt viel Pflege. Das Rhizom wächst horizontal unter der Oberfläche und verzweigt sich geweihartig in einer Ebene. In manchen Fällen werden die Rhizome etwa 10 Monate später, nach der Blüte, geerntet. In anderen Fällen werden die Blütentriebe abgeschnitten und nach 20 Monaten geerntet. Anschließend werden sie gewaschen und im Schatten oder in trockenen Räumen getrocknet.


Es gibt drei verschiedene Handelssorten: grüner, schwarzer und weißer Ingwer. Die Unterschiede liegen in der Verarbeitungsweise. Beim grünen Ingwer werden die Rhizome gewaschen und von den Wurzeln befreit. Der schwarze Ingwer wird überbrüht und getrocknet, wohingegen der weiße Ingwer geschält, gebleicht und getrocknet wird.