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Der Betelbissen

Areca catechu

Piper betle

Inhaltsstoffe & Wirkung

Geschichte

Quellen
Der Betelbissen


Der Betelbissen besteht traditionellerweise aus 3 Grundzutaten (Abb. 2)

1.    dem Areca-Samen (die sogenannte Betelnuss)
2.    den Blättern des Betel Pfeffers
3.     und gelöschtem Kalk

Die meisten Betel-Konsumenten  besitzen ein Betel-Set. Dieses Set stellt sicher, dass die

Zutaten immer zusammen an einem Platz und für die Zubereitung vorhanden sind. Das Set

besteht aus einer Art Tablett oder Schale, in der die Behälter mit den Zutaten sowie ein

spezieller, oft auffällig verzierter Schneider (Abb. 1), zum Schneiden der Samen liegen.


Schneider

     Abb. 1: Werkzeug zum Schneiden der Arecasamen. (Quelle: 
     Betel Chewing Traditions in South-East Asia, S. 44)

Zubereitung

In ein frisches Betelpfefferblatt wird ein Brei aus gelöschtem Kalk mit den in Scheiben geschnittenen frischen Arekasamen gegeben. Das Blatt wird dann zu einem kleinen Päckchen gerollt, langsam gekaut und ausgesogen. 

Je nach Belieben (früher war hier eher das Vermögen bestimmend) werden noch weitere würzige Zutaten hinzugegeben. In Sanskrittexten wurden diesbezüglich Kardamom, Muskat, schwarzer Pfeffer, Nelken, Kokosöl,  Moschus, Kampfer und getrockneter Ingwer erwähnt. Aber auch Zimt, Anis, Koriander, Fenchel und Tabak finden hier Anwendung. 

Sehr verbreitet ist auch die Zugabe von Gambir. Gambir ist der aus Uncaria gambir-Blättern gewonnene und eingedickte Blattextrakt (siehe unten). Dieser wird in Stückchen geschnitten und dem Betelbissen hinzugefügt. 

Betelbissen

Abb. 2:  Tablett mit den drei Grundbestandteilen 
(Quelle: [2] Wikipedia)

Kalk

Der gelöschte Kalk (Calciumhydroxid) ist eine weitere wichtige Zutat und je nachdem an welchem Ort man lebt, werden die unterschiedlichsten Kalkquellen genutzt. In Meeresnähe bieten sich Schalen von Muscheln und Schnecken aber auch Korallen an, während im Landesinneren der Philippinen Muscheln aus Flüssen und in Vietnam, Laos und Thailand Kalkstein (Calciumcarbonat) verwendet werden.
Die Schalen werden entweder per Hand zu einem Pulver gemahlen (Indonesien) oder wie beispielsweise auf den Philippinen verbrannt und anschließend mit einem Hammer zerschlagen. Das Pulver wird dann mit Wasser und manchmal auch ein wenig Kokosöl zu einer weißen Paste angerührt (Calciumhydroxid).


Herstellung von Gambir

Uncaria gambir ist ein wildwachsender Kletterstrauch. Von ihm werden 3-4x pro Jahr die Blätter geerntet und in eisernen Pfannen gekocht. Der dann ausgepresste und filtrierte Saft wird eingedickt, mit Reiskleie vermischt und in hölzernen Kästchen zum Erstarren gebracht. Gambir wird vor allem in den malayischen und indonesischen Regionen konsumiert.

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