Gossypium spec. - Die Baumwolle

                                                                                                                                   
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   Morphologie:

Morphologie der Blüte:

Bei der Blüte von Gossypium spec. handelt es sich um eine kurzgestielte, fünfzählige Blüte. Der Kelch besteht aus fünf Kelchblättern. Unterhalb von diesem Kelch befindet sich ein Außenkelch, der aus drei langgezähnten Hochblättern gebildet wird. Eine Blüte besitzt viele Antheren, deren Filamente zu einer Filamentröhre zusammen gewachsen sind. Die Blütenfarbe kann sehr vielfältig sein. Sie geht von weiß über gelb (mit rotem Grund), rosa bis zu purpurrot. Die Bestäubung der dreizipfeligen Narbe erfolgt entweder durch Selbstbestäubung oder durch Insektenbestäubung, die seltener vorkommt.

Morphologie der Frucht:

Die Frucht der Baumwolle ist eine lokulizide (fachspaltige oder rückenspaltige) 3-5fächrige Kapselfrucht, d.h. sie besteht aus 3-5 Fruchtblättern und springt bei der Reife von der Spitze her an den Mittelnähten der Fruchtblätter auf. In der Kapsel befinden sich die Samen mit den Samenhaaren. Jede Kapsel enthält etwa 2000 – 7000 Samenhaare. Die Reifezeit beträgt etwa vier Wochen. In dieser Zeit entwickeln sich die Samenhaare, die aus der Samenschale der Samen entstehen. Ein einziges Samenhaar besteht aus einer einzigen Zelle, die anfänglich plasmagefüllt ist. Nach dem Absterben dieser Zellen fallen sie bandartig zusammen und bestehen fast nur noch aus Zellulose. Man unterscheidet zwei Arten von Samenhaaren. Erstens die Lintfasern, die langen Samenhaare, die vor allem in der Textilindustrie verwendet werden und zweitens die Linters oder auch Grundwolle genannt. Die Linters sind kurze Haare, die zwischen den Lintfasern stehen. Diese werden vor allem für Polstermaterial verwendet.

Unreife Kapsel

Reife, geöffnete Kapsel 

copyright by Ann-Katrin Müller 

links:  reife, geöffnete Kapsel
Mitte: Samen der Baumwolle
rechts: Lintfasern und Linters

copyright by Ann-Katrin Müller

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