Transkription: Theorie der Winde


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Herren, welche mir die Ehre erzeigen, in meinen gringen Vortrag einiges Vertrau-
en zu setzen, eröffne, daß ich die Naturwissenschaft über des Herrn D. Eberhards
erste Gründe der Naturlehre zu erklären gesonnen sei. Meine Absicht ist
nichts vorbei zu lassen, was eine gründliche Einsicht in die wichtige Entdeckungen
alter und neuer Zeiten befördern kann, und vornehmlich den unendlichen Vorzug, den
die letztere durch die glückliche Anwendung der Geometrie vor jenen erhalten haben,
in deutlichen und vollständigen Beispielen zu beweisen. Ich fahre fort in der
Mathematik Anleitung zu geben und den Lehrbegriff der Weltweisheit mit der
Erläuterung der Meyerschen Vernunftlehre zu eröffnen. Ich werde die Me-
taphysik über das Handbuch des Herrn Prof. Baumgarten vortragen. Die
Schwierigkeiten der Dunkelheit, die dieses nützlichste und gründlichste unter allen
Handbüchern seiner Art zu umgeben scheinen, werden, wo ich mich nicht zu sehr
schmeichle, durch die Sorgfalt des Vortrags und ausführliche schriftliche Erläuterun-
gen gehoben werden. Mich dünkt, es sei mehr als allzu gewiß, daß nicht die Leich-
tigkeit, sondern die Nützlichkeit den Werth einer Sache bestimmen müsse, und daß,
wie ein sinnreicher Schriftsteller sich ausdrückt, die Stoppeln ohne Mühe oben
fließend gefunden werden, wer aber Perlen suchen will, in die
Tiefe herabsteigen müsse.




Dieser Text wurde der Akademie-Ausgabe Band I S. 489:1 - 503:15 entnommen.
Die Daten entsprechen der von IKS e.V., Bonn publizierten CD-ROM "Kants gesammelte Schriften".

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Zuletzt geändert am 09.07.2002