Inhaltliche Verweise zum Interdisziplinären Seminar im Wintersemester 2005/2006 zu
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14.11.2005
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Frauenrechte und Wohlfahrtsstaat
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Zunächst soll auf die Schwachstellen und Ungerechtigkeiten des deutschen Sozialsystems wie z.B. die zunehmenden Verzerrungen im Generationenvertrag, die Ungleichheiten zwischen ArbeitsplatzbesitzerInnen und Nicht-ArbeitsplatzbesitzerInnen sowie zwischen Personen mit einer erwerbszentrierten Biographie (in der Regel Männer) und jenen, die für die gesellschaftliche Reproduktion verantwortlich zeichnen (in der Regel Frauen), eingegangen werden.
Der Arbeitsgesellschaft geht zwar nicht die Arbeit aus, aber die arbeitsgesellschaftliche Grundlage des Wohlfahrtsstaats wird zunehmend porös. In der Globalisierungsdebatte werden nun aber nicht die inneren Widersprüchlichkeiten des Wohlfahrtsstaats aufgegriffen, um das zunehmend sich als unrealistisch erweisende erwerbsgesellschaftliche Grundskelett in Frage zu stellen, vielmehr ist an die Stelle der "Zähmung" des Kapitalismus durch den Wohlfahrtsstaat die neoliberale Zähmung des Wohlfahrtsstaats getreten.
Schwerpunkt des Vortrags wird die Erörterung des Um- bzw. Abbaus des Wohlfahrtsstaates mit seinen vergeschlechtlichen (gendered) bzw. antifeministischen "Reform" Vorschlägen sein. Wobei gezeigt werden kann, dass die Koordinaten neoliberaler Restrukturierung des Staats einen deutlichen Geschlechterbias haben.