Während
auf der Weltkonferenz in Bonn heute Minister über alternative Wege der
Energiegewinnung beraten, kommt aus Bayern ein neuer Vorschlag für eine
alte Variante.
Angesichts
steigender Energiepreise und möglicher Engpässe in der
Energieversorgung haben sich CSU-Chef Edmund Stoiber und die bayerische
Staatsregierung für den Bau neuer Atomkraftwerke ausgesprochen.
In einem energiepolitischen Strategiepapier der Staatsregierung
wird der von der rot-grünen Koalition beschlossene Atomausstieg als
falsch bezeichnet. Die Option Kernenergie müsse offen gehalten werden,
heißt es.
Außerdem wird die Möglichkeit des Ersatzes bestehender und bei
Bedarf auch Errichtung neuer Kernkraft-Anlagen „nach
energiewirtschaftlichen Kriterien unter Einhaltung höchster
Sicherheitsstandards“ verlangt.
Ein Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie bedeute „Rückzug aus
der Technologieführerschaft und damit Rückschritt auch für die
internationale Weiterentwicklung der kerntechnischen Sicherheit“.
Ein anderer Wind weht dagegen auf der Weltkonferenz für Erneuerbare
Energien in Bonn, bei der heute auch Minister über neue Lösungen und
Programme diskutieren. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder wird auf der
Weltkonferenz erwartet.
Weltbank will sich stärker für erneuerbare Energien engagieren
Schröder ist der Initiator der Konferenz, an der bis zum Freitag
Regierungsvertreter aus mehr als 150 Ländern teilnehmen. Mit dem Beginn
des Ministerteils gehen die Beratungen über einen Ausbau erneuerbarer
Energien als Alternative zu fossilen Ressourcen wie Öl und Kohle in
ihre entscheidende Phase.
Als Ergebnis der viertägigen Konferenz wird ein Aktionsprogramm mit
konkreten Verpflichtungen zum Ausbau alternativer Energien angestrebt.
Die Weltbank will sich beim globalen Ausbau erneuerbarer Energien
wie Sonne, Wind und Biomasse stärker engagieren. Nach einer noch
internen Ankündigung will die Weltbank ihre finanzielle Unterstützung
für erneuerbare Energien und Energieeffizienz mit Kreditvergaben um
jährlich 20 Prozent in den nächsten fünf Jahren erhöhen.
Die Erhöhung wird die Zusagen der Weltbankgruppe auf mehr als 400
Millionen US-Dollar (327 Millionen Euro) im Jahr 2010 wachsen lassen.
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