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Sicherheitsanforderungen an zukünftige Kernkraftwerke
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EPR-Konzept (European Pressurized Water Reactor)
Für den "European Pressurized Water Reactor"(EPR),
der zur Zeit in einem deutsch-französischen Projekt entwickelt wird,
ergibt sich, dass diese neue Anforderungen bereits in der Planungsphase
der Anlage berücksichtigt werden müssen.
Sicherheitstechnisches Ziel beim EPR:
Selbst ein Kernschmelzunfall wird so beherrscht, dass außerhalb der
Anlage eine Evakuierung der Bevölkerung nicht erforderlich wird und
eine großflächige Luftkontamination nicht möglich ist.
Wesentliche Sicherheitsmerkmale des EPR-Konzepts
- Die
Anlage besitzt ein großvolumiges Doppelcontainment. Der innere
Containmentzylinder wird aus Spannbeton, das äußere Reaktorgebäude aus
Stahlbeton gefertigt.
- Unterhalb des Reaktordruckbehälters ist eine zusätzliche Vorrichtung zur langfristigen Kühlung einer Kernschmelze vorgesehen.
- Der Sicherheitsnachweis für die Anlage ist deterministisch, d.h. nach ingenieurtechnischen Maßstäben zu führen.
- Ergänzende
probabilistische Sicherheitsanalysen werden zum Nachweis der
Ausgewogenheit des gesamten Sicherheitskonzepts erstellt.
Damit wird eine neue Qualität für die Sicherheit zukünftiger Kernkraftwerke angestrebt.
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EPR-Gebäudekonzept (1994)
A Reaktorgebäude
B Beton-Containment
C Reaktordruckbehälter
D Kernschmelz-Kühlvorrichtung
E Flutbecken
F Brennelement-Lagerbecken |
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
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