Stefan Sulzenbacher

Universität Wien

Gender_Serie_Recht

Wenn davon ausgegangen werden kann, dass sowohl Gender als auch Medien und Recht nicht als axiomatische Ausgangspunkte wissenschaftlicher Auseinandersetzungen verstanden werden können, sondern lediglich als interdependente und sich in ständiger Iteration an- bzw. auseinander konstituierende Kategorien, so scheint es medientheoretisch produktiv, Fragen nach eben diesen Konstitutionsprozessen über den Begriff der Serialität zu perspektivieren.
Anhand des Serials »Orange Is the New Black« zeichnet der Vortrag exemplarisch einige dieser Konstitutionsprozesse unter Berücksichtigung rezenter medientheoretischer Überlegungen zu einem [vermeintlichen] »Gesetz der Serie« nach: Von Interesse ist dabei sowohl die – immer auch bzw. nur qua Recht wirkmächtig werdende – vergeschlechtlichende [und anderweitig identitätsfixierende] narrative Struktur des sogenannten »Gefängnis-Genres« als auch das Verhältnis von »Orange Is the New Black« zu weiteren zeitgenössischen audiovisuell-seriellen Aktualisierungen des Topos »Frauenknast«.

Vita

Doktorand der Philosophie an der Universität Wien im Bereich Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Forschungsschwerpunkte: Dispositivanalyse, Gouvernementalität, Gender- und Genre-Theorie, ANT sowie [Post-]TV und Serialität. 2012 Stipendium zur Förderung [pro-]feministischer / queerer Abschlussarbeiten der ÖH Uni Wien. Gründungsmitglied der [dz. in Gründung befindlichen] AG »Kritische Männlichkeitsforschung« innerhalb der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung [ÖGGF].